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Bundeswehrstrukturreform

Marinestandorte warten auf den Herbst

Innenminister Lorenz Caffier nahm auf Einladung des Bundesministers der Verteidigung an der Vorstellung der Eckpunkte für die Neuausrichtung der Bundeswehr teil. Er begrüßt, dass die Bundesländer in die Entscheidungsfindung bei der Umsetzung der Bundeswehrstrukturreform einbezogen werden.

Caffier, der zugleich auch Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundesrates ist: „Richtig ist nunmehr, zuerst die verteidigungspolitischen Richtlinien bekannt zu geben, an denen sich die neue Struktur der Bundeswehr orientieren wird. Dazu gehört selbstverständlich auch, zu definieren, welche Aufgaben die Bundeswehr in Zukunft haben wird. Dass hierbei auch das gesamte Spektrum der zivil-militärischen Zusammenarbeit berücksichtigt wird, freut mich sehr. Damit wird die Bundeswehr ein verlässlicher Partner im Heimatschutz bleiben.“

Aufgrund der Verankerung der verteidigungspolitischen Richtlinien wird ein Fähigkeitsprofil erstellt, welches den Umfang der Streitkräfte und des dann noch notwendigen zivilen Personals bestimmt. Erst am Ende dieser Kette steht dann die Standortfrage, so der Minister. Es sei gut, wenn der Bundesminister der Verteidigung hier in ständigem Kontakt mit den Bundesländern stehe. Seiner Meinung nach sei die Neuausrichtung der Bundeswehr notwendig. Sie werde auch nur im gemeinsamen Kontext von Politik und Gesellschaft gelingen. „Dafür wurde nun ein geeigneter Grundstein gelegt“, so Minister Caffier.

Inzwischen hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière auch seinen Antrittbesuch bei der Marine in Rostock-Warnemünde absolviert. Im Rahmen des Besuches unterstrich er, dass im Rahmen der Reform die Bedeutung der Marine eher zu- denn abnehmen wird. Seiner Meinung nach können die Teilstreitkräfte nur im Verbund erfolgreich sein. Auch eine militärische Operation an Land sei ohne die Marine undenkbar.

Zu den zukünftigen Standorten sagte der Minister im Rahmen seiner Gespräch in Warnemünde jedoch nicht viel Konkretes. Man wisse aber, so de Maizière, dass Planungssicherheit gebraucht werde. Das soll bis zum Herbst geklärt werden. Offenbar sind aber Überlegungen im Gange, nachdem das Flottenkommando Glücksburg mit dem Marineamt Rostock verschmelzen und nach Rostock wechseln soll. Der Windjammer „Gorch  Fock“, wird verlautet, soll aber wohl nach einer Anpassung des Ausbildungskonzepts auch künftig als Schulschiff der Marine eingesetzt werden.

(Redaktion)


 


 

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