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Demographie

DGB Nord zu den Arbeitsmarktzahlen

Die Bundesagentur für Arbeit hat heute die Zahlen für das nunmehr abgeschlossene Vermittlungsjahr (Okt-Sep) herausgegeben. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen nimmt um 5,1% von 12.664 auf 12.018 Ausbildungsstellen ab (-646 Stellen). Bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen lag der Rückgang bei -2,5% auf nun 10.720. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen erreicht einen neuen Höchststand.

Vor allem betroffen ist der Hotel- und Gaststättenbereich mit seinen oftmals schlechten Ausbildungsbedingungen und schlechter Bezahlung und vielen Überstunden. In dieser Branche findet sich fast die Hälfte aller unbesetzten Ausbildungsplätze. Die Branche ist dringend gefordert die Arbeitsbedingungen deutlich attraktiver zu gestalten.Die Zahl der anerkannten BewerberInnen sinkt leicht um 108 auf 8.902 (-1,2%). Der demografische Trend einer leicht steigenden SchulabgängerInnenzahl schlägt damit nicht vollständig auf den Ausbildungsstellenmarkt durch. Die diesbezügliche Talsohle ist durchschritten. 2006 waren es im März noch über 18.000 BewerberInnen. Nach wie vor macht der Anteil der sog."AltbewerberInnen" (Schulabgang in 2011 oder früher) ca. 50 % aus. Der DGB weist aber darauf hin, dass in der Statistik vor allem ca. zweitausend Jugendliche ohne Schulabschluss fehlen und ihnen auch vor dem Hintergrund der Fachkräftedebatte zu wenig Chancen eingeräumt werden.

 3. Fazit:

Der Ausbildungsstellenmarkt in M-V hat sich merklich zu Gunsten der BewerberInnen entspannt, in der Statistik der Bundesagentur übertrifft das Angebot an Ausbildungsplätzen mittlerweile deutlich die Zahl der anerkannten BewerberInnen. Vielfach haben wir allerdings darauf hingewiesen, dass auf der BewerberInnenseite die Statistik in absoluten Zahlen nicht sehr aussagekräftig ist, da nur diejenigen als BewerberInnen akzeptiert werden, die 1. zur Bundesagentur gehen (und nicht auf eigene Faust, z.B. im Internet suchen: z.B. auf Lehrstellenbörsen irgendwelcher Kammern, Kommunen etc.), 2.ausdrücklich die Arbeitsagentur zur Vermittlung beauftragen (und nicht bei einem einfachen Informationsgespräch stehen bleiben) und 3. von der Arbeitsagentur als Bewerber anerkannt werden.

So finden sich in der BA-Statistik momentan gerade mal 39 % der aktuellen SchulabgängerInnen als BewerberInnen in der Statistik wieder.

Zum Bundestrend (aus BA-Presseinfo Nr. 34) Von Oktober 2011 bis August 2012 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 497.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 3.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang insgesamt 542.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 17.000 mehr als vor einem Jahr. Auch die Zahl der bis Juli abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt nach aktuellen Daten der Kammern über dem Vorjahresniveau. Die Bilanz des Berufsberatungsjahres 2011/2012 dürfte daher ähnlich ausfallen wie im Vorjahr, wenngleich es nach Region, Berufswunsch und Qualifikation Unterschiede gibt.

 

 

(Redaktion)


 


 

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