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Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger rettet Kitesurfer aus dem Salzhaff

Die Suche nach einem Kitesurfer im Salzhaff nordöstlich der Insel Poel/Mecklenburg-Vorpommern am Montagabend, den 29. Oktober 2012, ist glimpflich ausgegangen.

Der Mann konnte kurz vor 18 Uhr von einem SAR-Hubschrauber der Marine geborgen werden (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung).

 Die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war gegen 16.30 Uhr durch die Landrettungsleitstelle Bad Doberan informiert worden, dass westlich des Campingplatzes Pepelow ein abtreibender Kitesurfer gemeldet worden sei. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes GÜNTHER SCHÖPS der Station Timmendorf/Poel lief daraufhin sofort mit drei Mann Besatzung aus.

 Kälte und die hereinbrechende Dunkelheit stellten zu diesem Zeitpunkt die besondere Gefahr für den Kitesurfer dar. Heftige Winde aus südlicher Richtung um sieben Beaufort (bis 61 km/h) trieben den Mann immer weiter ab, so dass er von Land aus nicht mehr gesehen werden konnte. Geringe Wasser- und Lufttemperaturen können zudem zu dieser Jahreszeit schnell lebensbedrohlich werden, da ein Mensch im Wasser bei Unterkühlung keine Schwimmbewegungen mehr ausführen kann.

 Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten deshalb zeitgleich einen Hubschrauber der Marine, da dieser mit starken Suchscheinwerfern und Infrarotkamera ausgestattet ist. Landrettungskräfte von Polizei und Feuerwehr suchten zeitgleich den Strand ab. Die Hubschrauberbesatzung sichtete den Kitesurfer schließlich gegen 17.45 Uhr etwa drei Kilometer vom Land entfernt und konnte ihn aus dem Wasser aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt herrschte bereits Dunkelheit. Mit leichten Unterkühlungserscheinungen wurde der Mann an den Landrettungsdienst übergeben.

 Das Kitesegel konnte nicht gefunden werden. Das treibende Gerät stellt nicht zuletzt wegen der im Wasser kaum sichtbaren langen reißfesten Leinen eine Gefahr für andere Fahrzeuge dar.

 Beim Auffinden eines verloren gegangenen Segels muss zudem in der Regel davon ausgegangen werden, dass ein weiterer Notfall vorliegt. Die Seenotretter empfehlen deshalb, Segel und Surfgerät mit einer Telefonnummer zu kennzeichnen. Dies ermöglicht durch einen Anruf beim Besitzer eine sofortige Klärung der Sachlage.

 Seenotretter bitten Kitesurfer um Kennzeichnung ihrer Segel, um Fehlalarmierungen zu verhindern

(Redaktion)


 


 

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