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E-Commerce

Onlineshops müssen schneller werden

Die US-Firma Strangeloop Networks hat in einer aktuellen Studie die Ladezeiten von Onlineshops untersucht. Trotz schneller Internetbandbreiten und Datentransferraten müssen die User heute bedeutend länger auf den Seitenaufbau warten als noch im Jahr 2010. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf das Google-Ranking aus, auch viele User brechen bei zu langen Ladezeiten den Kauf ab.

E-Commerce-Webseiten haben ein Geschwindigkeitsproblem - laut Bericht von Strangeloop Networks mussten User zwischen 2010 und 2012 von Jahr zu Jahr um beinahe zehn Prozent länger warten, bis sich die entsprechenden Angebote im Netz aufgebaut hatten. Als Ursache hierfür werden die stark gestiegene Komplexität der Seiten und die Ausweitung des Produktangebots ausgemacht.

"Die Ladezeit ist bei Google ein offizieller Rankingfaktor. Ist diese eher lang, kann das der Positionierung der Website in den Suchergebnissen schaden", erklärt Silke Weisheit, Projektleiterin im Competence Center E-Business bei ibi research, dem Herausgeber des E-Commerce-Leitfadens.

Hinzu komme ein potenzieller Umsatzverlust: "Wenn die Seite zu lange lädt, werden einige Nutzer den Kauf abbrechen", meint Weisheit. "Lange Wartezeiten sind zudem schlecht für das Image und führen zu höheren Betriebskosten", ergänzt die Expertin, die ebenfalls die steigende Komplexität der Webseiten als Hauptgrund für Geschwindigkeitseinbußen ortet.

Durchschnitt von 6,5 Sekunden

Laut den Experten von Strangeloop, die für ihre Untersuchung insgesamt 2.000 der weltweit Top-gelisteten Webshops analysiert haben, waren diese für Nutzer noch im Vorjahr um neun Prozent schneller zu ereichen als 2012. Derselbe Geschwindigkeitsrückgang wurde ebenso für den Zeitraum zwischen 2010 und 2011 ermittelt.

Die Webseite eines Online-Shops braucht demnach heute durchschnittlich 6,5 Sekunden um fertig zu laden. Noch ein Jahr zuvor lag dieser Wert bei rund 5,9 Sekunden.

"Diese Tests sind deshalb so wichtig, weil sie sich auf die User-Erfahrung konzentrieren", betont Strangeloop-CEO Jonathan Bixby. Und diese sei schließlich auch ein wesentlicher Faktor, der im E-Commerce-Sektor über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. "Die Daten zeigen, dass viele Händler sich aufgrund mangelnder Performance noch immer einiges an Geld durch die Finger gehen lassen. Wenn sie diesen Bereich optimieren würden, könnten sie ihre Umsätze dramatisch verbessern", ist Bixby überzeugt.

Große Unterschiede

Die Differenz in Bezug auf die gemessenen Wartezeiten der User fällt beim Vergleich der einzelnen Online-Shops durchaus sehr unterschiedlich aus. So laden etwa die Top 10 der schnellsten E-Commerce-Angebote beinahe 340 Prozent schneller als die Durchschnittsseite in diesem Bereich.

Besonders interessant: Je populärer ein Webshop ist, desto mehr Ressourcen werden auch für den Aufbau der entsprechenden Internetseite benötigt, was wiederum längere Ladezeiten bedeutet.

(Redaktion)


 


 

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