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Stromkosten

Unternehmen fürchten höhere Kosten

In einer Pressemitteilung der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VUMV) drücken die Unternehmer des Landes ihre Sorge aus, dass die höheren Kosten der Stromverbraucher in M-V auch nach der Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) noch anwachsen werden.

In einer Pressemitteilung der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. drücken die Unternehmer des Landes ihre Sorge aus, dass die höheren Kosten der Stromverbraucher in M-V auch nach der Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) eher noch anwachsen werden.

Lothar Wilken, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der VUMV, zum kürzlich in Berlin stattgefundenen EEG-Workshop: "Sowohl die Vertreterin der Bundesregierung als auch die Energiepolitiker der Regierungsfraktionen haben auf unsere konkrete Nachfrage nach einer Beseitigung einer teuren Regelung des geltenden EEG eher skeptisch reagiert". Zu der Veranstaltung hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Teilnehmer aus der Wirtschaft und Politik eingeladen, um die zukünftige Strategie der Förderung regenerativer Energien zu diskutieren.

Die Stromkunden im Land sind gegenwärtig benachteiligt, weil die regionalen Netzbetreiber die Anschlusskosten an die Einspeiser erneuerbarer Energien selbst tragen müssen und dann an ihre Kunden weiter leiten. Nach einer Untersuchung der Universität Rostock haben allein die beiden Netzbetreiber E.ON-edis und WEMAG bis 2020 einen Investitionsbedarf für das Hochspannungsnetz von 116 Millionen Euro. Hinzu kommen die Aufwendungen für die Niederspannungsnetze. Dabei seien die neuen Überlegungen zu Repowering (Leistungssteigerung der bestehenden Windparks) und zum beschleunigten Ausbau neuer Standorte für Windenergie noch gar nicht enthalten.

Die Stromkunden in Ostdeutschland müssten demnach deutlich höhere Kosten als andere Regionen bezahlen, weil die Netznutzungsentgelte höher sind. Nach Zahlen eines Netzbetreibers bezahlten bereits 2010 Industriekunden im Osten pro Kilowattstunde rund 1,5 Cent mehr als in westlichen Versorgungsgebieten. Das ist ein Unterschied von siebzig Prozent. Private Haushaltskunden zahlen sogar 2,30 Euro mehr.

Bereits heute besteht der Strompreis zu rund 40 Prozent aus Netzgebühren und Steuerungskosten für die Einspeisung der regenerativen Energien. "Für ein Callcenter in Mecklenburg-Vorpommern mit 150 Beschäftigten waren das im letzten Jahr 1870 Euro Mehrkosten, für einen Lebensmittelverarbeitungsbetrieb mit 500 Beschäftigten rund 45.675 Euro. Ein Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh hat um 69 Euro höhere Aufwendungen", so Wilken.

Sorge bereite der Wirtschaft auch der drohende Anstieg der EEG-Kosten, die auf alle Stromkunden in Deutschland zukommen. Nicht nur der Netzausbaubedarf ist immens, erklärte Wilken, die Einspeisungsleistungen sollen auch massiv nach oben gefahren werden. Wissenschaftler hätten eine Verdopplung der Vergütungen von bislang ca. 3,5 Cent in 2011 auf circa 6 Cent in 2020 vorhergesagt. Wilken: "Wir gehen aber davon aus, dass eine kluge Änderung der EEG-Förderung die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie sicher stellen kann und wollen den Ausbau der regenerativen Energien. Sie sind ökologisch sinnvoll. Ihr Ausbau ist auch nützlich für die interessanten Firmen der Branche im Land. Damit die Zustimmung der Bevölkerung und der Wirtschaft aber hoch bleibt, muss sie aber insgesamt bezahlbar und die Lastenaufteilung gerecht sein. Deshalb dürfen die regionalen Kunden nicht durch zu hohe Netzpreise benachteiligt werden. "

Der Referentenentwurf des neuen EEG soll noch vor der Sommerpause des Bundestages veröffentlicht werden. Die VUMV als Dachorganisation von 28 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in Mecklenburg-Vorpommern und zugleich Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). hoffe, dass dann die Landesregierung in M-V so kurz vor den Wahlen noch die Kraft hat, sich weiterhin vehement für die Beseitigung der Diskriminierung von Produktionsländern erneuerbarer Energien einzusetzen.

(Redaktion)


 


 

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