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Elternbeiträge

Bürgerschaft beschließt höhere Elternbeiträge für kommunale Kitas

Die Entgelte der kommunalen Kitas und damit auch die Elternbeiträge steigen zum 1. Oktober 2013. Das hat die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen. Die Entgelte waren in den vergangenen Monaten .....

....zwischen der Stadt und dem Landkreis als örtlicher Träger der Jugendhilfe intensiv verhandelt worden.

Während die Kosten für die Teilzeit- und Halbtagsplätze bei Krippe und Kindergarten nur moderat angehoben werden oder zum Teil sogar sinken, steigen sie vor allem bei den Ganztagsplätzen. So kostet ein Ganztagsplatz in der Krippe im Schnitt 30 € mehr, im Kindergarten etwa 16 €, ein Ganztagsplatz im Hort wird ca. 10 € teurer. Grund ist eine neue Berechnung des Landkreises, wonach die Sachkosten, also Kosten für Ausstattungen und Spielzeug, nicht gleichmäßig auf alle Kinder verteilt, sondern bei Teilzeitplätzen nur zu 60 Prozent und bei Halbtagsplätzen nur zu 40 Prozent angerechnet werden.

Sozialdezernent Ulf Dembski bezeichnete den Kompromiss mit dem Landkreis als akzeptabel und im Interesse der Eltern zufriedenstellend. „Der Stadt ging es darum, die Eltern nicht über Gebühr zu belasten. Deshalb sind die neuen Beiträge immer noch nicht kostendeckend.“ Tatsächlich verzichtet die Stadt zugunsten der Eltern auf mehr als die Hälfte der eigentlich notwendigen Erhöhung. Im Stadtsäckel verbleiben 2013 nicht erhobene Elternbeiträge von rund 470.000 €.

Vor diesem Hintergrund stimmte die Bürgerschaft einer Vorlage der Bürgerliste Greifswald zu, wonach die Stadt bereits am 1.1.2014 neue Verhandlungen mit dem Landkreis über höhere Entgelte aufnehmen soll. Der Sozialsenator gab zu bedenken, dass eine erneute Gebührenerhöhung schon zu Jahresbeginn den Eltern nicht zugemutet werden könne. Gleichzeitig betonte er, dass die Stadt an einem neuen Konzept für die Kindertagesstätten arbeite, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Neue Regelungen bei Verspätung, Ferien- und Hortbetreuung

Zusätzlich zu den neuen Entgelten verabschiedete die Bürgerschaft eine neue Benutzungs- und Gebührensatzung für die 14 kommunalen Kitas. Sie regelt die Rahmenbedingungen der Betreuung, beispielsweise die Aufnahme in den Einrichtungen, die Gestaltung des Betreuungsvertrages mit den Eltern, Art und Umfang der Betreuungsleistung, aber auch Betriebsferien, Aufsichtspflicht, Versicherungsschutz, Verpflegung sowie die Grundlagen der finanziellen Beteiligung der Eltern.

Künftig müssen Eltern für zusätzliche Betreuungsstunden einen Obolus zahlen. Wird die vereinbarte Betreuungszeit überschritten, werden innerhalb der normalen Öffnungszeit pro angefangene Stunde 10 Euro fällig, außerhalb der Öffnungszeiten sind es 20 Euro. „Natürlich wird nicht schon bei der ersten Verspätung eine Rechnung gestellt“, versicherte die kommissarische Amtsleiterin für Jugend, Soziales und Familie, Carola Felkl. “Auch bei begründeten Einzelfällen oder wenn die Eltern glaubhaft machen können, dass sie zum Beispiel durch Unfall oder Stau behindert wurden, werde die Regelung kulant gehandhabt.“ In erster Linie wolle man damit Eltern erreichen, die ihr Kind immer wieder ohne besonderen Grund verspätet abholen.

Bei der Hortbetreuung sollen zunächst die Schüler der 1. bis 3. Klasse abgesichert werden, da besonders die Jüngeren eine intensivere Unterstützung nötig haben. Viertklässler erhalten einen Betreuungsplatz, wenn freie Kapazitäten vorhanden sind. Die Gesamtzahl der angebotenen Hortplätze bleibt unverändert. Die Belange Berufstätiger, in Ausbildung befindlicher oder sozial benachteiligter Eltern werden dabei besonders berücksichtigt.

Bei der Betreuung in der Ferienzeit zeigt sich die Stadt sehr kulant. So können Eltern ihre Kinder während der Ferien bei einem Ganztagsplatz statt der normalen 6 Stunden insgesamt 8 Stunden täglich im Hort betreuen lassen, bei einem Teilzeitplatz sind es 4 statt der regulären 3 Stunden täglich. Die Bürgerschaft legte gestern noch eine Stunde pro Tag drauf für den Fall, dass beide Eltern berufstätig sind.

Quelle: 

Universitäts- und Hansestadt Greifswald

(Redaktion)


 


 

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