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Nachhaltiges Bauen ist Spiegelbild der Gesellschaft

Der Präsident des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V., Prof. Dr.-Ing. Carl Thümecke, hat anlässlich des Bautages Mecklenburg-Vorpommern...

...am 24. März 2012 im Radisson BLU Hotel Rostock darauf hingewiesen, dass es ohne eine funktionierende Bauwirtschaft auf Dauer keine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern geben kann.

Das Motto des Bautages „Nachhaltig Bauen – den Weg in die Zukunft gestalten“ wurde deshalb gewählt, da laut Statistischem Amt Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der Bauwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern im Jahre 2011 nur noch 1,8 Prozent beträgt. Im Jahre 2009 lag dieser Anteil noch bei 5,3 Prozent.

Der Präsident machte in seinem Eröffnungsstatement deutlich, dass dieser Trend die Dramatik und das Dilemma des Wirtschaftszweiges Bau ausmacht. Er forderte die verantwortlichen Politiker aller Bereiche nachdrücklich auf, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, da unsere Gesellschaft ohne eine funktionierende Bauwirtschaft insgesamt keine Zukunft hat.

Im vergangenen Jahr meldeten die Betriebe des Bauhauptgewerbes zwar ein Umsatzplus in Höhe von 15,1 Prozent gegenüber der niedrigen Basis des Jahres 2010. Von einem Bauboom wollte Professor Thümecke in diesem Zusammenhang aber auf keinen Fall sprechen.

Insbesondere die Bausparten Wohnungsbau und Wirtschaftsbau haben den größten Anteil an dieser Entwicklung. Nach wie vor kommt der Öffentliche Bau seiner Verantwortung in keiner Weise nach. Die Investitionsquoten sind seit Jahren rückläufig. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Baubedarfe in der öffentlichen Infrastruktur nicht abgearbeitet werden können.

Professor Thümecke machte auch deutlich, dass es einerseits aller Ehren wert ist, wenn unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren die Neuverschuldung auf „Null“ fährt und sogar die Tilgung der vorhandenen Schulden in Angriff nimmt. Andererseits ist es unverständlich und unverantwortlich, dass dies zu Lasten der Investitionstätigkeit in unserem Land passiert. Wir müssen hier gemeinsam gegensteuern, um nicht zuzulassen, dass die ohnehin schon geringen Baukapazitäten immer kleinteiliger werden und die Gefahr immer größer wird, dass es in Mecklenburg-Vorpommern keine leistungsfähige Bauwirtschaft mehr gibt.

Quelle: Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

(Redaktion)


 


 

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