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Milchsektor

Gesellschaftliches Interesse an stabiler Entwicklung des Milchsektors

„Von einer Krise am Milchmarkt sind wir zum Glück weit entfernt. Es sollte auch keine herbei geredet werden“,...

.... sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute im Schweriner Landtag zum Antrag der Fraktionen der CDU und SPD „Entwicklungen auf dem Milchmarkt“. Gegenwärtig könne man sogar von einem leichten Hoffnungsschimmer am Horizont sprechen. „Die Molkereien haben vor dem Hintergrund, dass die saisonale Angebotsspitze überschritten ist, nun wieder begonnen, nach längerfristigen Kontrakten zu fragen“, erläuterte der Landwirtschaftsminister. Dies werde den Preis festigen.

Seit Ende Mai steigen bei den nationalen amtlichen Notierungen die Preise für Milchpulver wieder an. „Auch auf der anderen Seite der Erdkugel, in Neuseeland, ist ein beachtlicher Preisanstieg zu verzeichnen. Abzuwarten bleibt, ob sich diese Entwicklung verstetigt“, so Backhaus. Nicht zuletzt wirke ein etwas schwächerer Euro positiv auf den Export, die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Zone habe sich seit Anfang Mai dadurch verbessert.

 Um das Bild zu vervollständigen, müsse man neben der Einnahme- auch die Ausgabeseite der Milcherzeugung betrachten.

Da ist festzustellen, dass die Kosten für die Milcherzeugung nicht gesunken sind, sondern das Gegenteil zu verzeichnen ist. Zum Beispiel sind die Futterkosten nach einem leichten Rückgang Ende vergangenen Jahres nun wieder gestiegen und liegen im Vergleich zu Mai 2011 etwa um 5 Prozent höher.

„Die Entwicklung der Energiepreise kennt jeder zur Genüge selbst. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben hat sich also weiter geöffnet. Deshalb erscheint es auch berechtigt, dass Milcherzeuger mit etwas Sorge in die Zukunft schauen und zumindest nach einem Grundschutz ihrer Betriebe, ihrer Existenz fragen“, so Minister Backhaus.

Natürlich seien in erster Linie die Landwirte beziehungsweise die Unternehmer selbst verantwortlich, sichere Perspektiven aufzubauen und für die Absicherung ihrer Existenz zu sorgen. Dafür müssen sie zum Teil ganz neue Wege beschreiten und aus einer Vielzahl von Möglichkeiten das Optimale für den eigenen Betrieb auswählen.

 Ein besonders wichtiger Punkt für die Milcherzeuger bestehe darin, die eigene Position im Milchmarktgefüge zu verbessern. Ziel müsse es sein, eine für die Milcherzeuger günstigere Verteilung der Ergebnisse in der Wertschöpfungskette Milch zu erreichen.

„Deshalb gibt es auch ein gesellschaftliches Interesse an einer weiteren stabilen Entwicklung des Milchsektors im Land“, sagte der Landwirtschaftsminister.

(Redaktion)


 


 

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