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Familien-TÜV

Familien haben in Greifswald Zukunft

Greifswald will für Familien attraktiv sein. 2008 hatte sich die Universitäts- und Hansestadt darum in einem 10 Punkte-Programm zur Familienfreundlichkeit bekannt.

. In einem dieser Punkte setzte sich die Stadt das Ziel, einen „Familien-TÜV“ für kommunales Handeln zu entwickeln. Dieser liegt jetzt vor und wird seit dieser Woche  erstmals in den städtischen Gremien vorgestellt.„Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor und einer der Schwerpunkte in unserem Leitbild.“, betonte Sozialdezernent Ulf Dembski bei der Vorstellung des „Familien-TÜV“s. "Greifswald hat in punkto Familienfreundlichkeit schon viel erreicht, nichts desto trotz möchten wir die Lebenssituation von Familien in Greifswald weiter verbessern. Beim „Familien-TÜV“ geht es nicht darum, eine Plakette zu vergeben, es geht nicht um Bestehen oder Nichtbestehen. Vielmehr sollen er helfen, vergangene und künftige Entscheidungen in Verwaltung und Politik hinsichtlich der Familienfreundlichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern.“

Sechs Handlungsfelder umfasst der „Familien-TÜV“, die jeweils mit entsprechenden Kriterien unterlegt sind: Das sind die Bereiche „Bildung und Erziehung“, „Verkehr“, „Wohnen und Wohnumfeld“, „Gesundheit und gesundheitliche Prävention“, „Kultur, Freizeit, Sport“ sowie die „Vereinbarkeit Familie und Beruf“.

„Was so einfach kling, erwies sich als schwierige Aufgabe“, blickt Gleichstellungs- und Familienbeauftragte Ines Gömer zurück. Knapp vier Jahre dauerte die Erarbeitung. „Wir haben im Sommer 2008 eine Arbeitsgruppe mit 10 regelmäßigen Mitgliedern gegründet. Ihr gehörten Vertreter aus dem Greifswalder Bündnis für Familie, dem Sozialausschuss, dem Jugendhilfeausschusses, dem damaligen Amt für Jugend, Soziales und Familie, dem  Stadtbauamt, dem Kulturamt, dem Schulverwaltungs- und Sportamt, der Abteilung Wirtschaft und Tourismus sowie die Dezernatssteuerung des Dezernates III und die Gleichstellungs- und Familienbeauftragte an. Nachdem wir uns verschiedene  Familienfreundlichkeitsprüfungen und Prüflisten anderer Städte und Kommunen angesehen hatten, kamen wir zu dem Entschluss, für Greifswald eigene (spezifische) Handlungsfelder festzulegen. Dafür griffen wir auf die Fachkompetenz bereits agierender Arbeitsgruppen, Beiräte und Institutionen aus Greifswald zurück. Es folgte eine Bestandsaufnahme – wie familienfreundlich Greifswald bereits ist“.

In einer ersten Erprobungsphase soll nun getestet werden, ob und wie die Kriterien auch in der Praxis anwendbar sind. Die Arbeitsgruppe wird die Entwicklung während dessen weiter begleiten.

Insgesamt 6884 Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren (Quelle: StatA M-V) lebten Ende 2011 in rund 4.600 Greifswalder Familien (Einwohnermelderegister). Innerhalb der Stadt hat sich ein lokales Bündnis für Familie gegründet, in dem sich die verschiedenen Akteure für mehr Familienfreundlichkeit engagieren. Ein Kinderbeauftragter garantiert das Mitspracherecht der Kinder.

(Redaktion)


 


 

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