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Faulenzer-Ratgeber

Wie Sie sich gekonnt vor (unnötiger) Arbeit drücken

Die Urlaubszeit geht zu Ende und nun heißt es, sich für den (Büro-)Alltag zu rüsten. Auch wenn der Titel seines Buches „Erfolgsstrategien für Faulenzer“ recht flapsig daherkommt und Peter Taylors Stil sicher für den einen oder anderen lauten Lacher sorgen wird: Der Ratgeber ist sehr nützlich und hält zu hundert Prozent, was der Untertitel „Wie Sie beruflich und privat mit weniger Aufwand mehr erreichen“ verspricht.

Fortan konsequent die Beine hochzulegen und sämtliche Arbeit zu meiden, steht aber nicht auf der Agenda. Vielmehr verrät Taylor eine Reihe guter Tipps, die Ihnen helfen, die nötige Arbeit schneller, und effizienter zu erledigen oder sie auch dem Kollegen zuzuschieben, der vermeintlich „besser dafür geeignet ist“. Kurzum: Den inneren Stress-Motor runterzufahren, weniger Aufwand für ungeliebte Tätigkeiten zu betreiben und am Ende des Tages etwas mehr Freizeit rauszuschaufeln. „Cleveres Faulenzen“ nennt Peter Taylor dieses Konzept, eine „Kombination aus Bequemlichkeit und Intelligenz“ (zur Kombination Definition).

Ein kurzes „Nein“ im Büro ist das „Ja“ zu mehr Freizeit

Stellvertretend für alle Faulenzer-Einsteiger, die noch mit den Argumenten wie „Was soll denn der Chef von mir denken, wenn ich das nicht sofort mache?“ hadern, schickt Taylor den fiktiven „Nigel“ ins Rennen. Der wandelt sich vom „Unlust-Arbeiter“ zum „Spaß-Faulenzer“, ohne Job und Familienfrieden zu riskieren. Das können Sie auch! Voraussetzung dafür: Sie verinnerlichen das Pareto-Prinzip, nach dem „nur 20 Prozent Ihrer Tätigkeiten wirklich wichtig sind. Aus diesen 20 Prozent resultieren 80 Prozent der Ergebnisse.“ Das heißt, besser zu priorisieren („Wollen Sie das erledigen? Müssen Sie das erledigen?“) und konsequent „nein“ zu sagen, wenn Sie „nein“ denken. Und zwar „ohne Entschuldigungen und Ausreden“.

Eat that Frog! Und zwar als Erstes!

Taylor gibt Ihnen viele kleine Denkanstöße, um im Alltag die versteckten Zeitkiller zu entlarven. Beispielsweise die E-Mail-Flut: Sie sollten nur so viele Eingänge im Postfach haben, wie Sie auf einen Blick erfassen können. Und er ermuntert Sie, lästige Aufgaben nicht mehr aufzuschieben: Dafür zitiert er den Großmeister Brian Tracy zu Recht mit „Eat that Frog!“ – die Kröte morgens als Erstes schlucken, dann hat man das Schlimmste an diesem Tag schon hinter sich. Guter Rat!

Roter Reiter-Fazit: Peter Taylors frecher Faulenzer-Ratgeber ist ein gelungenes Lehrstück in Sachen Zeitmanagement und Aufgabenplanung. Charmant und nützlich für alle, die sich im Job gerne verzetteln. Allein wegen der Running Gags (Nigel erzählt in jedem Kapitel einen kleinen Witz) werden Sie das Buch gerne bis zum Ende lesen wollen.

Das Buch:
Peter Taylor, „Erfolgsstrategien für Faulenzer“, Gabal 2013, ISBN: 3869364742

(Oliver Ibelshäuser / www.roter-reiter.de)


 


 

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