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Feuchtgebietspflanzen

Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Feuchtgebieten

Die Arbeitsgruppe Moorforschung der Universität Greifswald veranstaltet vom 14. bis zum 16. Februar 2013 die internationale Konferenz „Reed as a Renewable Resource“. Auf der Konferenz werden Nutzungsmöglichkeiten von Feuchtgebietspflanzen präsentiert und Erfahrungen aus Forschung und Praxis ausgetauscht.

Ziel der Konferenz ist, die Produktion von Biomasse aus wiedervernässten Mooren voranzubringen. Die Veranstaltung findet im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald statt.

Am Freitag, 15. Februar 2013, wird bei einer großen Maschinenschau auf dem Greifswalder Marktplatz die Ernte von Schilf demonstriert.

Mit der internationalen Konferenz bringen das Institut für Botanik und Landschaftsökologie, das Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Umwelt von Naturräumen der Erde DUENE e.V. und die Michael Succow Stiftung nun Akteure aus Forschung, Politik und Praxis zur Nutzung von Schilfröhrichten zusammen. Rund 170 Experten aus über 30 Ländern werden die zahlreichen Vorträge im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg verfolgen und diskutieren. Hauptredner der zweitägigen Veranstaltung sind Professor Dr. Hans Joosten (Universität Greifswald) und Professor Dr. Hans Brix (Universität Aarhus, Dänemark). Die Themen reichen von Ökosystemdienstleistungen über Produktivität bis zu Erntetechniken von Feuchtgebietspflanzen. Auf zwei Exkursionen werden Nutzungsmöglichkeiten an wiedervernässten Moorflächen an Trebel und Peene diskutiert sowie Anlagen zur Verwertung von Biomasse besichtigt. 

Am Freitag, 15. Februar 2013, präsentieren Landwirte sowie Fahrzeughersteller ihre Erntemaschinen auf dem Greifswalder Marktplatz. Diese fahren auf Ballonreifen oder Gummiketten, sinken daher kaum in den weichen Boden ein, obwohl sie bis zu sieben Tonnen schwer sind. Gerade im moorreichen Mecklenburg-Vorpommern könnten sie künftig vielerorts eingesetzt werden. Denn wo Moore für landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt wurden, werden derzeit neue Möglichkeiten der Nutzung gesucht. Das Abpumpen des Wassers verursacht hohe Kosten. Außerdem verschlechtern sich die Eigenschaften des Bodens und es wird eine große Menge an Treibhausgasen freigesetzt. Langfristig droht ein Verlust landwirtschaftlich genutzter Flächen.

Paludikultur, die Bewirtschaftung von nassen Moorflächen, etwa mit Schilf, ist eine profitable und nachhaltige Alternative. Dabei kann Biomasse für innovative Baustoffe oder nachwachsende Energieträger erzeugt und der Treibhausgasausstoß der Flächen erheblich reduziert werden. Paludikultur beansprucht dabei keine Flächen, die für die Produktion von Nahrungsmitteln geeignet sind.

Am Freitag, 15. Februar 2013, ist die Öffentlichkeit herzlich im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg eingeladen. Um 20:00 Uhr hält Professor em. Michael Succow, Träger des alternativen Nobelpreises 1997, einen Abendvortrag zum Thema „Entwicklung der Bewirtschaftung von Feuchtgebieten“.

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Konferenz „Reed as a Renewable Resource“

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(Redaktion)


 


 

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