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Hasenwinkel

Schlosspark Hasenwinkel lädt zu „Einer großen Nachtmusik“

Mozart pur erwartet die Zuhörer beim Open Air der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Schlosspark Hasenwinkel: Am Freitag, den 19. Juli um 20:00 Uhr, präsentieren der Pianist und Festspielpreisträger Jonathan Gilad und die Polnische Kammerphilharmonie Sopot ....


unter der Leitung von Wojciech Rajski ein reines Mozart-Programm unter dem Titel „Eine große Nachtmusik“! Der französische Pianist und Festspielpreisträger Jonathan Gilad wird, begleitet vom Orchester, Mozarts virtuose späte Klavierkonzerte Nr. 20 d-Moll, Nr. 21 C-Dur und Nr. 23 A-Dur spielen. Eingerahmt werden diese Meisterwerke der Klavierliteratur von den Ouvertüren aus Mozart berühmten Opern „Don Giovanni“, „Le Nozze di Figaro“ und „Così fan tutte“. Ermöglicht wird dieses Konzert von der NORDMETALL-Stiftung.

Hinweis: Auf beiden Zufahrtsstraßen nach Hasenwinkel sind Parkplätze eingerichtet (in Nisbell und in Bibow), von denen ab 18:30 Uhr ein Shuttlebus zum Schlosspark verkehrt, der nach dem Konzert auch wieder zu den Parkplätzen zurückfährt.

Insgesamt 23 Klavierkonzerte komponierte Mozart, vor allem in seiner Zeit als freier Künstler in Wien. Beim Open Air im Schlosspark Hasenwinkel sind drei späte Werke dieser Gattung zu hören, in denen der Komponist eine besondere Virtuosität an den Tag legt: Das Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll spiegelt in schnellen Wechseln ganz unterschiedliche Stimmung von düsterer Dramatik bis zur Melancholie wider, um schließlich doch in hellem Dur-Klang zu enden. Heiter und festlich klingt das Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur, das zu den beliebtesten Werken seiner Gattung gehört. In der Orchesterbesetzung fällt der starke Part der Bläser – Flöten, Oboen, Fagotte, Hörner und Trompeten – auf, der ein Gegengewicht zum brillanten und extrem anspruchsvollen Klavierpart darstellt. Trompeten und auch Pauken kommen im Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur wiederum gar nicht vor, das sehr lyrisch und warm erscheint. Im letzten Satz finden sich Anklänge an Mozarts heitere Opern, hat er doch gleichzeitig an der „Hochzeit des Figaro“ geschrieben, deren Ouvertüre ebenso auf dem Programm steht wie die von den anderen beiden sogenannten Da-Ponte-Opern „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“. Den Text zu diesen italienischen Opern hatte der Dichter Lorenzo da Ponte geschrieben. Sie gehören zum musikalischen Spätwerk Mozarts – „Così fan tutte“ entstand ein Jahr vor seinem Tod als seine vorletzte Oper – und den bekanntesten und beliebtesten Werken ihrer Gattung.

Dank der Förderung der NORDMETALL-Stiftung findet seit 2009 das beliebte Open Air der Festspiele MV im Schlosspark statt, das jedes Jahr mehrere Hundert Besucher nach Hasenwinkel lockt. „Durch die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind seit ihrem Bestehen kleine Orte wie Ulrichshusen, Loitz, Stolpe und nicht zuletzt Hasenwinkel auf die kulturelle Landkarte gerückt. Diese Aufwertung des ländlichen Raumes in Norddeutschland ist unserer Stiftung ein großes Anliegen, ebenso wie die künstlerische Nachwuchsförderung“, so Wolfgang Würst, Vorstandsvorsitzender der NORDMETALL-Stiftung.

Jonathan Gilad wurde im Jahr 2000 Solistenpreisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und ist seitdem regelmäßig in MV zu Gast. Er konzertierte bereits in den internationalen Musikzentren und bei bedeutenden europäischen Festivals, u. a. in Verbier, beim Rheingau Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Klavierfestival Ruhr und den Klassikfestivals in Schwetzingen, Moskau, Luzern, Kuhmo, La Roque d’Anthéron, Santander sowie in den USA beim Ravinia Festival. Als Solist gastierte Jonathan Gilad in Konzerten und auf Tourneen mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim und Pinchas Zuckerman, dem Orchestre de Paris und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Osmo Vänskä. Desweiteren konzertierte er u. a. mit dem Orchestre de Chambre Lausanne, dem Baltimore Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern und dem Zürcher Kammerorchester. Eine USA-Tournee mit den St. Petersburger Philharmonikern unter Yuri Te Mirkanov führte ihn in die Carnegie Hall New York sowie nach Chicago und San Francisco. 1996 erfolgte sein umjubeltes Debüt in den USA, als er für Maurizio Pollini in Chicago einsprang. Neben den bereits aufgeführten Dirigenten arbeitete er u. a. mit Sir Neville Mariner, Eiji Oue, Dennis Russell-Davies, Vladimir Válek und Jesus Lopez-Cobos. Seine Kammermusikpartner sind u. a. Julia Fischer, Nikolaj Znaider, Viviane Hagner, Daniel Müller-Schott sowie die Geschwister Renaud und Gautier Capuçon. 1998 erschien bei EMI Classics Jonathan Gilads erste CD mit Werken von Mozart, Beethoven und Brahms, die sogleich für den „Les Victoires de la Musique“ nominiert wurde. Die 2006 mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott eingespielte CD mit Mendelssohns Klaviertrios Nr. 1 und 2 wurde noch im gleichen Jahr mit dem „Diapason d’Or“ ausgezeichnet.

Die Polnische Kammerphilharmonie Sopot wurde 1982 in Sopot gegründet. Seitdem hat sich das Ensemble einen festen Platz im deutschen Musikleben erobert. Der typische Klang ist von Kritikern immer wieder übereinstimmend gerühmt worden: Vitalität, Präzision und Eleganz sind die Eckpfeiler ihrer Spielkultur. Die Polnische Kammerphilharmonie Sopot hat mit Solisten wie Mstislav Rostropowitsch, Christoph Eschenbach, Krystian Zimerman, Natalia Gutman, Sabine und Wolfgang Meyer, Giora Feidman, David Geringas, Claudio Arrau, Tzimon Barto, Gerhard Oppitz, Igor Oistrach, Bernd Glemser, Reinhold Friedrich und Shlomo Mintz auf nahezu allen bedeutenden Podien Deutschlands gespielt. Weltweit gastierte das Orchester auf vielen renommierten Konzertbühnen. In den letzten Jahren hat die Polnische Kammerphilharmonie Sopot ausgedehnte Tourneen durch Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die USA und mehrere Länder Osteuropas unternommen. Sie tritt zudem regelmäßig bei großen Festivals in Europa auf, so beim Festival in Montpellier, den Europäischen Wochen Passau, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schloßfestspielen, den Weilburger Schloßkonzerten, beim Europäischen Musikfest Stuttgart, beim Prager Frühling, dem Festival de Strasbourg, dem Warschauer Herbst sowie beim Tivoli Musik Festival u. v. a. Die Polnische Kammerphilharmonie Sopot untersteht der Leitung von Wojciech Rajski. Der 1948 geborene Pole studierte sowohl in Warschau an der Musikakademie als auch in Köln an der Musikhochschule. Von 1978-1980 war er Chefdirigent der Posener Philharmonie. 1982 gründete er die Polnische Kammerphilharmonie Sopot, mit der er bei den Festspielen MV seit Jahren auch die Sommercampus-Konzerte in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock begleitet.

Schloss Hasenwinkel ist als „Tagungshotel der Wirtschaft“ für sein herrschaftliches Ambiente im denkmalgeschützten Schloss und die abgeschiedene Ruhe im Herzen Nordwestmecklenburgs bekannt. Erbaut wurde es von 1908 bis 1912 von dem deutsch-russischen Diplomaten Schmitz im neubarocken Stil als klassisch-mecklenburgisches Gutshaus. 1927 erwarb es die Familie Girardet und 1942 die Flugzeugwerke Heinkel. Nach dem Krieg war es Sitz eines sowjetischen Militärstabes, Flüchtlingslager, Landesverwaltungsschule, Fachschule für Staatswissenschaft und bis Januar 1990 „Akademie für sozialistische Wirtschaftsführung“. 1990 etablierte sich hier das Bildungswerk der Wirtschaft, ab September 1993 erfolgten Rekonstruktion und Umbau des Schlosses sowie der Neubau eines Gästehauses durch den Eigentümer NORDMETALL, Verband der Metall- und Elektro-Industrie. Nach der Wiedereröffnung des Schlosses im April 1996 hat es sich als Tagungshotel der Wirtschaft etabliert und wird den Festspielen MV als Proben- und Konzertort u. a. für das „Preisträger-“ und das „Friends-Projekt“ des jeweiligen Preisträgers in Residence zur Verfügung gestellt.

Karten für das Konzert, das Programm der Saison sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 18:30 Uhr. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.

(Redaktion)


 


 

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