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Hochschul-Jubiläumsfeier

Enge erfolgreiche Verbindung

Shenyang/Wismar) Die 10-jährige Erfolgsgeschichte eines intensiv gelebten Austauschprogrammes feierten Anfang der Woche Studenten und Professoren der Hochschule Wismar und der Shenyang Jianzhu Universität gemeinsam auf dem Campus in der 4,5-Millionenstadt in Nordostchina.

150 Studenten aus Deutschland und China haben in den vergangenen zehn Jahren das Austauschprogramm zwischen der Hochschule Wismar und der Architektur-Universität in Shenyang genutzt. 90 von ihnen haben einen Doppelabschluss als Master of Architecture erhalten. Voraussetzung dafür ist für die deutschen Masterstudenten ein mindestens einjähriger Studienaufenthalt in Shenyang und für die chinesischen ein mindestens einjähriger Studienaufenthalt in Wismar. Gerd Massmann und Daniel Schulz waren 2005 die ersten deutschen Absolventen mit einem solchen Doppelabschluss und damit auch die beiden ersten Ausländer, die in China eigenverantwortlich planen und bauen sowie einen Bauantrag einreichen dürfen. Das chinesische Zeugnis sowie die Sprach- und Kulturkenntnisse sind für die Wismarer Studenten zugleich ein Schlüssel für zahlreiche berufliche Türen in China und auch in Deutschland.

„Den kulturellen und fachlichen Erfahrungsaustausch vor Ort wissen auch die Dozenten beider Länder sehr zu schätzen“, weiß der Initiator des vom DAAD geförderten Studienaustausches, Prof. Martin Wollensak, zu berichten. Er gehört zu den insgesamt 40 Dozenten, die an der jeweils anderen Hochschule tätig waren und sich für die Fortführung des Programmes engagiert haben. Gemeinsam mit Prof. Dr. rer. nat. Norbert Grünwald, Rektor der Hochschule Wismar, und Prof. Dr.-Ing. Marcus Hackel, der ebenfalls an der Fakultät Gestaltung lehrt, sowie zehn Wismarer Studenten überreichte Prof. Wollensak den Partnern in Shenyang einen Leuchtturm als Symbol für die weitreichende Zusammenarbeit. Während der feierlichen Zeremonie "10 Jahre Austauschprogramm zwischen der Hochschule Wismar und der Shenyang Jianzhu University" wurde Prof. Grünwald die Gastprofessur der Shenyang Jianzhu University verliehen.

Neben gemeinsamen Workshops chinesischer und deutscher Architektur-Studenten mit Dozenten beider Nationen stand die Weiterentwicklung der gemeinsamen Kooperation im Mittelpunkt. Dazu zählen weitere gemeinsame Studienprogramme –  auch in Richtung Promotion – und weitere Forschungsprojekte.

Die Shenyang Jianzhu Universität wurde 1948 gegründet. An der Universität gibt es 15 verschiedene Institute und Fachbereiche mit mehr als 1500 Mitarbeitern und über 18.000 Studenten. Infolge einer Erweiterung wird seit 2002, dem Jahr der Kooperationsvertragsunterzeichnung, auf einem großen Gelände im Süden der Stadt gelehrt. Etwas Besonders sind die Reisfelder mitten auf dem Campus. Sie sind nicht nur perfekt in die Architektur integriert, sie verbinden auch die Studenten mit dem traditionellen Reisanbau. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie sind beim Pflanzen der Setzlinge und bei Ernten des Reises auch internationale Studenten beteiligt, darunter deutsche Austauschstudenten aus Wismar. Mit dabei war im vergangenen Jahr auch Gunnar Ceccotti. Unmittelbar nach seinem erfolgreichen Studienabschluss mit dem deutsch-chinesischen Doppelmaster nahm er ein Promotionsstudium in Wismar auf. Das Thema schließt an die kulturell prägende und ereignisreiche Zeit in China an: „Internationale Kommunikation im architektonischen Raum“.

(Redaktion)


 


 

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