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Hotel-Preis-Index

Hotelzimmer werden billiger

Obwohl die Hotelpreise global um vier Prozent gestiegen sind, liegt der Durchschnittspreis für ein Hotelzimmer unter dem Niveau von 2005. Regional wurden jedoch sehr starke Schwankungen festgestellt. Dies ist das Ergebnis des in dieser Woche veröffentlichten Hotel-Preis-Index HPI des Hotelbuchungsportals hotels.com.

"Auch wenn die Preise bereits im dritten Jahr mäßig stiegen, lag der globale Durchschnittspreis noch immer unter dem Preisniveau von 2005", so Florian Russ, Marketingdirektor Hotels.com D/A/CH.

"Die Auslastung der Hotels nahm im Laufe des vergangenen Jahres um zwei bis drei Prozent zu. Diese leicht ansteigende Nachfrage in Verbindung mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in einigen Ländern ist der Grund für die leichten Preissteigerungen weltweit."

Preisverfall nach Super-Events

Wie schon zuvor war auch in diesem Jahr deutlich zu sehen, dass nach der Super-Events wie etwa der Fußball-WM in Südafrika 2010 die Hotelpreise fielen. In Schanghai purzelten die Preise nach der Weltausstellung um 22 Prozent nach unten.

Dagegen gab es unterschiedliche Signale über die künftige Preisentwicklung in den Städten, die ab Juni 2012 in der Ukraine und in Polen die Fußballeuropameisterschaft ausrichten werden. In Kiew begann die Vorverkaufsphase mit einem Preisrückgang um neun Prozent, während Warschau eine kleine Steigerung um drei Prozent verzeichnete.

"Die aktuelle Wirtschaft in Nordamerika erweckt den Eindruck, dass der Aufschwung an Geschwindigkeit zunimmt, ebenso wie die Preisentwicklung amerikanischer Hotels", erklärt Florian Russ.

2011 betrug die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent und erfuhr damit den stärksten Zuwachs seit 2007. Starke Zuwächse - um acht Prozent - gab es auch in der Pazifik-Region.

Ein wechselhaftes Bild bot Asien. Hier sank der Durchschnittspreis um zwei Prozent, stieg in einigen Metropolen allerdings erheblich an. Nach einem Preissprung von 23 Prozent ist Maskat die teuerste im HPI erfasste Stadt.

Politik und Umweltkatastrophen hinterlassen Spuren

Bereits im Vorjahr machte der HPI deutlich, dass Politik und Umweltkatastrophen sich deutlich auf die Hotelpreise auswirken. Die Unruhen im Nahen Osten - egal ob in Ägypten, Tunesien oder Qatar - ließen die Preise aufgrund schlechter Nachfrage deutlich sinken. In Japan und in Thailand waren die Naturkatastrophen Ursache für den Preisabfall. Eine ganzheitliche Betrachtung zeigt aber, dass das Preisniveau Ende 2011 nur gering unter dem Level von 2010 lag, da die Nachfrage in Tokio zum Teil wieder stieg.

Positive Entwicklungen ließen sich jedoch in denjenigen Ländern feststellen, deren Wirtschaft in den vergangenen vier Jahren am stärksten unter der globalen Finanzkrise zu leiden hatte. So erhöhten sich die Preise etwa in Irland, wo Hoteliers mit den Nachwirkungen der geplatzten Immobilienblase zu kämpften hatten.

Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten profitierten etwa Länder wie Spanien und Italien von den Unruhen in Ägypten, da Reisende kurzerhand ihre Ferien umbuchten. So erfuhr die spanische Insel Ibiza einen Preisanstieg von 19 Prozent.

Währungsschwankungen als ausschlaggebender Faktor

Einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage von Hotelzimmern und somit auch auf die Preise haben Währungsschwankungen. Ein starker brasilianischer Real ließ die Brasilianer im Frühling 2011 vermehrt in die USA reisen. Der 20-prozentige Verfall des Reals im folgenden Sommer senkte die Reiselust der Brasilianer, die dann wieder vermehrt Urlaub in heimischen Gefilden machten. Deshalb stiegen Nachfrage und Preise in den heimischen Metropolen wie Rio de Janeiro und São Paulo.

Geschäftreisende sorgten in einigen Business-Metropolen wie etwa Singapur, Hongkong und Las Vegas für deutlich höhere Preise. Insgesamt konnte dieses Marktsegment eine Steigerung von neun Prozent im Vergleich zu 2010 aufweisen.

Zur Ermittlung des HPI wurden auf hotels.com getätigte Buchungen und die tatsächlich gezahlten Preisen in mehr als 142.000 Hotels weltweit ausgewertet.

(Redaktion)


 


 

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