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Gastronomie

Hygiene-Ampel irritiert Verbraucher und schädigt Wirtschaft

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern (DEHOGA MV) spricht sich gegen die Einführung der Hygiene-Ampel aus.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern (DEHOGA MV) spricht sich anlässlich der letzten
Verbraucherministerkonferenz in Bremen erneut entschieden gegen die
beabsichtigte Einführung der sogenannten Hygiene-Ampel aus. Das derzeitig diskutierte Modell stößt auf deutliche Kritik aller betroffenen Branchen. „Wir sind uns mit den Bäckern, Fleischern und auch dem Lebensmitteleinzelhandel darüber einig, dass es ausreichend
Möglichkeiten und Gesetze gibt, die die Verbraucher schützen und
informieren“, so Uwe Barsewitz. Hauptgeschäftsführer des DEHOGA MV.

Der Verband stimmt deshalb völlig mit dem Wirtschaftsminister
Mecklenburg-Vorpommerns überein, der sich ebenfalls eindeutig von der Hygiene-Ampel distanziert hat. „Minister Seidel befürchtet zurecht eine prangerähnliche Wirkung und damit eine nicht gerechtfertigte
Existenzbedrohung für die Unternehmen“, stellt Uwe Barsewitz fest.

Der DEHOGA MV bezeichnet das vorgeschlagene Modell als
wirtschaftsfeindlich, irreführend und bezweifelt den Nutzen für die Gäste. „Die vielen ungelösten Fragen machen das System der Hygiene-Ampel zum Rohrkrepierer für alle Beteiligten. Einschließlich Ämter und Endverbraucher“, so Barsewitz weiter.

So sei das Hygiene-Barometer, das beispielsweise am Eingang eines
Restaurants oder eines Backshops hängen soll, nur eine Momentaufnahme, die schon einen Tag nach der Kontrolle nicht mehr
aktuell sein könnte. Damit würde der Gast irritiert, statt orientiert. Der
Zustand habe sich verändert, die Ampelschaltung aber nicht. „Gerade die fehlerhafte Ampelschaltung würde aber bei Gelb ihre abschreckende Wirkung behalten, obwohl die Probleme beseitigt wurden und sie lange auf Grün stehen könnte“, befürchtet DEHOGA MV Hauptgeschäftsführer Barsewitz.

Die Position des DEHOGA ist klar: Hygiene hat oberste Priorität. Die
gesetzlich klar geregelten Standards müssen ohne Wenn und Aber
eingehalten werden. Andernfalls werden die entsprechenden
behördlichen Maßnahmen ergriffen und gehören Betriebe bei eklatanten Verstößen geschlossen. Dies sei geltendes Recht und geübte Praxis zugleich.

Der Verband habe seine Bedenken bereits zu Beginn der Diskussion um ein Transparenzsystem konstruktiv in die Gespräche mit dem
Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns eingebracht. Die sachlichen Argumente der Unternehmen, der Verbände und der
Wirtschaftsminister der Bundesländer haben die Verbraucherschutzministerkonferenz augenscheinlich nicht beeindruckt.

(Redaktion)


 


 

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