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Ausbildungsverträge

Trotz demographischen Wandels bleibt Zahl der Ausbildungsverträge auf Vorjahresniveau

Rostock, 01. August 2012. Neue Situationen erfordern neue Lösungen. Das gilt auch für die Entwicklung im Ausbildungsbereich: Heute startet das neue Ausbildungsjahr.

Perspektivisch wird es für Unternehmen – wie seit Langem schon von der IHK und ihren Mitgliedern prognostiziert –schwieriger, Auszubildende und Fachkräfte zu akquirieren. Das zeigt sich dieses Jahr im Bezirk der IHK zu Rostock, wo bis zum 31. Juli 2012 immerhin 1.660 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Das sind bislang insgesamt 38 weniger als im gesamten Vorjahresvergleich, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Sturmowski zusammen. Dies sei aber nur eine Momentaufnahme, bis zum Jahresende könne dieses leichte Minus durchaus wettgemacht werden.

Die IHK hält das Bündeln vieler verschiedener Maßnahmen bei der Akquise von Auszubildenden für den richtigen Ansatz. Über ihre hoheitlichen Aufgaben hinaus setzt sich die IHK massiv dafür ein, dass Azubis und Unternehmen zueinander finden, das beginnt schon in der Schule und endet mit dem Berufsabschluss:

Die IHK

- unterstützt seit Jahren Schulen, beispielsweise im Rahmen des Projektes passgenaue Vermittlung und beim Aufbau von Partnerschaften zwischen Schulen und der Wirtschaft,

- fördert über die Börse www.praktikant.24.de frühzeitige Praxiserfahrung von Schülern,

- beteiligt sich erfolgreich an der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV - Dein Land, Deine Chance" (www.durchstarten-in-mv.de), die durch ihre Internetpräsenz auch überregional potenzielle Azubis anspricht,

- ehrt TOP Ausbildungsbetriebe und motiviert dadurch zu einer hohen Ausbildungsqualität.

Daneben, ergänzt der IHK-Hauptgeschäftsführer,  habe die IHK im Juni 2012  die IHK-Beratungsmesse nordjob und den Tag der Ausbildungschance initiiert. Zwei Veranstaltungen, die unter anderem dazu beigetragen haben, dass mehr Unternehmen als in den Vormonaten jungen Menschen erfolgreich eine Ausbildungsstelle anbieten konnten.

Dennoch zeigt ein Blick in die IHK-Lehrstellenbörse, dass im Bezirk der IHK zu Rostock derzeit noch 285 Ausbildungsplätze, vom Bürokaufmann bis zum Zerspanungsmechaniker, unbesetzt sind. Auf dem Rostocker Ausbildungsmarkt sind nach Angaben der Rostocker Arbeitsagentur (Stand: 31. Juli 2012) aktuell noch 711 junge Menschen mit dem Wunsch nach einer Lehre. Dass die Arbeitsagentur jüngst über 1.000 freie Ausbildungsstellen verzeichnete, hängt damit zusammen, dass dort zum Beispiel auch Stellen aus dem Handwerk registriert werden – worüber die IHK keinen Überblick hat.

Infolge des demographischen Wandels setzt die IHK sich auch für ein Umdenken bei Unternehmerinnen und Unternehmern ein: „Nicht für jeden Beruf muss der Auszubildende ein Abitur vorweisen können“, erklärt Andreas Sturmowski. „Uns liegen positive Signale und konkrete Fälle vor, dass leistungsschwächere Schüler es schaffen, als erfolgreiche Arbeitnehmer in der Berufswelt Tritt zu fassen.“

Die IHK zu Rostock hat seit heute übrigens selbst zwei neue Azubis, die ihre Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten HWK/IHK beginnen. Andreas Sturmowski räumt ein, dass es schwierig war, diese zu finden. Doch die IHK habe die von ihr selbst empfohlenen neuen Wege beschritten und verstärkt auch Studienabbrecher bei ihrer Azubi -Suche angesprochen. Mit Erfolg!

(Redaktion)


 


 

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