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Jahrestagung

Stadtentwicklung und Fotoausstellung beleuchten internationale Kontakte Greifswalds

Unter dem Motto „Greifswald - regional verankert – international vernetzt“ findet am Mittwoch, dem 13. November 2013, um 18 Uhr im Pommerschen Landesmuseum die diesjährige Jahrestagung zur Stadtentwicklung statt.

Sie ist der Höhepunkt des Jahres der Städtepartnerschaften, das Greifswald in diesem Jahr begeht. Mit dem Thema nimmt Greifswald den weltoffenen Charakter der Stadt in den Focus, der von vielfältigen internationalen Verbindungen und regionalen Kontakten der Unternehmen, Einrichtungen und Vereine sowie der Universität geprägt ist.
Im Vorfeld, um 16 Uhr, wird eine Fotoausstellung im Museum eröffnet, die auf ungewöhnliche Weise die Vielfalt der Beziehungen im Blick hat. Die Künstlerin Eva Heldt hat dafür engagierte Greifswalder fotografiert, die mit ihren Vereinen oder Einrichtungen die Partnerschaft intensiv und kreativ leben.

Alle Institutionen und Vereine aus Greifswald, die partnerschaftliche Beziehungen mit Einrichtungen in den Partnerstädten pflegen, sind zu der Jahrestagung eingeladen. Fast 100 Vertreter haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Ziel ist es, die Bandbreite und Vielfalt der internationalen Verflechtungen aufzuzeigen, Kontakte untereinander zu befördern oder neu zu knüpfen. Insbesondere soll die Jahrestagung dazu anregen, die Zusammenarbeit mit Partnern im Ostseeraum und Polen, aber auch die Einbindung in europäische Netzwerke weiter zu festigen und auszubauen.

Gäste der Jahrestagung sind unter anderem Dr. Christina Benita Wilke vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut und Andrea Herrmannsen aus der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern. Dr. Wilke spricht zum Thema: „Wirtschaftsraum Ostsee: Städte als Impulsgeber für die regionale Entwicklung“. Andrea Herrmannsen hat die Chancen und Aufgaben von Mecklenburg-Vorpommern im Ostseeraum im Blick. Der Leiter des Zentrums für Forschungsförderung an der Universität Greifswald, Dr. Stefan Seiberling, stellt die Internationalität der Universität dar, während Bengt Jacobs vom Offenen Kinder- und Jugendhaus Labyrinth Jugendbegegnungen mit Goleniow und Lund vorstellt.

Fotoausstellung zeigt Vielfalt der gelebten Beziehungen

Die Ideen, wie sich die Vereine auf den Fotos darstellen, stammen zumeist von ihnen selbst. So präsentieren Mitglieder des Kulturvereins Nordischer Klang mit einem Wikingerhelm auf dem Kopf ihre enge Verbundenheit mit dem norwegischen Hamar, Schauspieler des Greifswalder Studententheaters springen über das Tor von Goleniow, Mitarbeiter des Greifswalder Umweltamtes recken ein Fahrrad in die Höhe und machen damit auf das gemeinsame Thema Klimaschutz mit dem schwedischen Lund aufmerksam. Sieben der mehr als 30 Motive waren in diesem Jahr bereits als großformative City-Light-Poster an Greifswalder Bushaltestellen zu sehen.

Hintergrund:

Die Universitäts- und Hansestadt hat in diesem Jahr seine Partnerstädte in den Blickpunkt gerückt, um diese und die vielfältigen Kontakte von Vereinen und Einrichtungen bei den Greifswaldern noch bekannter zu machen. Ein Höhepunkt war unter anderem das 25jährige Partnerschaftsjubiläum mit Osnabrück.

Greifswald pflegt seit vielen Jahrzehnten enge Beziehungen zu sieben Partnerstädten, darunter Osnabrück, Goleniow und Stettin in Polen, Hamar in Norwegen, Lund in Schweden, Kotka in Finnland sowie Newport News in den USA.

Fünf davon sind entlang der Ostseeküste angesiedelt. Die älteste Partnerschaft besteht seit 1959 mit dem finnischen Kotka, einer Universitätsstadt am östlichen finnischen Meerbusen. Beide Städte verbinden das studentische und maritime Leben. 1990 wurde die Städtepartnerschaft mit dem schwedischen Lund geschlossen. Der Austausch ging von beiden Universitäten aus, denn mit rund 40.000 Studierenden ist Lund in Südschweden ein ebenso wichtiger Bildungsstandort wie Greifswald im Norden Deutschlands. Aus Lund stammen Idee und Konzept zur Greifswalder Kulturnacht. Über die Partnerstadt Lund entwickelte sich der Kontakt zur ostnorwegischen Stadt Hamar, mit der Greifswald 1997 einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnete. Die Stadt Hamar errichtete ein Biotechnikum nach dem Greifswalder Vorbild. Neben den Partnerstädten in Nordeuropa pflegt Greifswald auch enge Kontakte zum Nachbarland Polen. Seit 1986 besteht ein freundschaftlicher Kontakt mit der Kleinstadt Goleniow, der 2006 in eine Partnerschaft mündete. Die jüngste Partnerstadt wurde am 20. August 2010 mit der am Haff gelegenen Hafenstadt Stettin besiegelt. Mit beiden Städten verbindet Greifswald vor allem eine regionale Identität in der Euroregion Pomerania.

Freundschaftliche Beziehungen pflegt Greifswald mit Tartu in Estland. Die Stadt ist Projektpartner im grenzübergreifenden Klimaschutzprojekt „TwinTownClimate“. Darüber hinaus ist Greifswald mit Kingston upon Hull in Großbritannien, Pomerode in Brasilien sowie Bryan/ College Station in den USA eng befreundet.

All diese Partnerschaften eint: sie leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Zahlreiche große und kleine Akteure erfüllen die partnerschaftliche Beziehung mit Leben. Es bestehen vielfältige Kooperationen in allen gesellschaftlichen Bereichen angefangen bei Bildung und Wissenschaft über Kultur über Sport bis hin zu Verwaltung und Wirtschaft.
Besonders eng ist die Kooperation zwischen den Universitäten und Schulen. Viele Vereine und Organisationen arbeiten grenzüberschreitend zusammen. Aus dem Greifswalder Kulturkalender nicht mehr wegzudenken sind Festivals wie der Nordische Klang oder der polenmARkT, der bereits seit 1997 existiert und inzwischen zu den interessantesten Festivals der polnischen Kultur in Deutschland gehört. Die intensiven persönlichen Begegnungen und Kontakte sind ein Grund, warum so viele Kooperationen und Aktivitäten bereits seit Jahrzehnte anhalten.

Quelle. Universitäts- und Hansestadt Greifswald

(Redaktion)


 


 

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