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Wetter verhagelt die Tourismusbilanz

Zuwächse im Juli davongespült

Rekordverdächtige Regenfälle haben im Juli in Mecklenburg-Vorpommern die Zuwächse im Tourismus davongespült. "5,2 Millionen Übernachtungen im Ferienmonat bedeuten ein Minus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Mittwoch in Schwerin. "Insgesamt sind wir damit auf dem Niveau des Vorjahres." Insbesondere der Campingbereich verzeichnete im Juli ein Fünftel weniger Übernachtungen, aber auch Hotellerie (-5,5 %) und Ferienwohnungen (-4,3 %) wurden im Juli weniger gebucht. 

Mecklenburg-Vorpommern war dabei sehr gut in das Urlaubsjahr gestartet, 2,9 Mio. Ankünfte von Januar bis Juni waren das bisher beste Ergebnis. "Die positive Entwicklung der Branche im ersten Halbjahr wurde im Juli aufgezehrt", sagte Seidel. Von Januar bis Juli wurden 2010 zwischen Ahlbeck und Zarrentin insgesamt 15,9 Millionen Übernachtungen gezählt, exakt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Immerhin: Fast vier Millionen Gäste reisten an, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

"Aus der Schweiz kamen mehr Gäste, auch ein Ergebnis der verbesserten Flugverbindungen und des verstärkten Marketings im Süden", sagte Seidel. Die Marketingmittel des Landes wurden seit 2007 angehoben und haben sich von 2,1 Mio. Euro 2006 auf 4,3 Mio. Euro im vergangenen Jahr verdoppelt. Mit besonderen Aktionen sollen im Herbst zusätzliche Gäste geworben werden: So bieten mehr als 100 Hotels, Pensionen und Jugendunterkünfte eine Übernachtung gratis an. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 182.000 Betten in mehr als 3.000 Beherbergungsbetrieben am Markt.

Die Mecklenburgische Ostseeküste und Usedom verbuchten von Januar bis Juli mit insgesamt 4,1 Millionen und 2,7 Millionen Übernachtungen die stärksten Zuwächse. Rügen und Hiddensee zählten 3,5 Millionen Übernachtungen, die Seenplatte lag mit 2,52 Millionen Übernachtungen leicht unter dem Vorjahreszeitraum.   

Mecklenburg-Vorpommern war im Juli die regenreichste Region Deutschlands. Durchschnittlich fielen 321 Liter Wasser auf jeden Quadratmeter, mehr als das Dreifache der durchschnittlichen Regenmengen. Profitieren konnten vom schlechten Wetter die Städte und wetterunabhängigen Bereiche der Freizeitwirtschaft. Einzelhandel, Museen, Gastronomie, Freizeit- und Erlebnisbäder, Indoor-Spielplätze hatten Zulauf. So verzeichnete das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am 09. August mit fast 13.000 Besuchern einen neuen Tagesrekord.

(Redaktion)


 


 

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