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Landwirtschaft

Rund 700.000 Euro für kontrolliert-integrierte Obst- und Gemüseproduktion

„Die Obstproduktion hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einem gleichberechtigten Zweig der Landwirtschaft entwickelt.

Obst ist nicht mehr nur ein Genussmittel, sondern ein fester Bestandteil unserer gesunden Ernährung geworden“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Boddin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) anlässlich der Eröffnung der Apfelsaison 2011. Unverzichtbar sei dabei der Einsatz neuester, umwelt- und ressourcenschonender Technologien.

„Der Obstanbau in Mecklenburg-Vorpommern erfüllt durch die Umsetzung der kontrolliert-integrierten Produktion alle Bedingungen an eine moderne Landwirtschaft. Dank des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts und der zunehmenden Sensibilisierung der Landwirte und Verbraucher haben wir heute einen hohen Produktionsstandard im Hinblick auf die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Obst- und Gemüseerzeugnissen erreicht“, so Dr. Backhaus. Das Landwirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern fördert die umweltschonende Produktion von Obst und Gemüse im Rahmen seiner Agrarumweltprogramme.

Für die Förderung der kontrolliert-integrierten Obst- und Gemüseproduktion (IP) wurden 2011 rund 700.000 Euro Fördermittel an die teilnehmenden 17 Betriebe ausgezahlt. Amtliche Kontrollen und Untersuchungen garantieren, dass Obst und Gemüse aus Mecklenburg-Vorpommern rückstandsfrei beim Verbraucher ankommen. In Mecklenburg-Vorpommern werden gegenwärtig mehr als 75 Prozent (3.300 Hektar) der Anbaufläche für Obst und Gemüse nach den umweltschonenden Regeln des integrierten Anbaus bewirtschaftet.

Die Vermarktung der meisten Erzeugnisse des Obst- und Gemüsebaues in Mecklenburg-Vorpommern erfolgt zu einem großen Teil über die Erzeugerorganisation „Mecklenburger Ernte“, die seit 14 Jahren erfolgreich besteht. In ihr haben sich insgesamt 29 Unternehmen aus sechs Bundesländern sowie aus Spanien, Rumänien und Polen zusammengeschlossen, um ihre Produkte gemeinsam zu vermarkten.

Wegen der voraussichtlich deutlich geringer ausfallenden Ernte hat das Landwirtschaftsministerium die Auszahlung der IP-Beihilfen bereits auf den 15. August vorgezogen, um den Obstbauern des Landes zu helfen. „Bei Bedarf wird geprüft, ob dies nochmals nötig sein wird, damit den Betrieben möglichst keine Liquiditätsengpässe durch Ernte Ausfälle entstehen“, so Minister Backhaus. Weitere Liquiditätshilfen könnten derzeit bei der landwirtschaftlichen Rentenbank beantragt werden.

Mit einem Flächenanteil von rund 57 Prozent (1.515 Hektar) ist der Apfel die mit Abstand dominierende Obstart in den Erwerbsobstbaubetrieben Mecklenburg-Vorpommerns. Annähernd 70 Prozent der Apfelanbaufläche Mecklenburg-Vorpommerns werden kontrolliert integriert bewirtschaftet, 24 Prozent ökologisch und 6 Prozent konventionell.

Rund 90 Prozent der Äpfel gehen in die Verwertungsindustrie und werden dort beispielsweise zu Most, Mus, oder Kindernahrung verarbeitet. Die restlichen zehn Prozent werden auf den Tafelapfelmarkt abgesetzt.

Die wichtigsten Verarbeitungssorten sind ‘Rewena‘, ‘Remo‘, ‘Seestermüher Zitronenapfel‘ und ‘Golden Delicious‘. Die wichtigsten Tafelapfelsorten sind ‘Jonagold‘, ‘Idared‘, ‘Jonagored‘ und ‘Elstar‘.

Die Boddinobst GmbH & Co. KG baut auf einer Fläche von 139 Hektar Äpfel nach den Richtlinien der kontrolliert Integrierten Produktion an. In einer Betriebsausgründung, dem Betrieb Bioobstbau Peter Coorßen, werden auf 45 Hektar Äpfel ökologisch erzeugt. 

(Redaktion)


 


 

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