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Langzeitpraktikum

„EQ“: Die Brücke in eine Ausbildung!

„Die Zahl der Schulabgänger in Westmecklenburg hat den niedrigsten Stand überschritten, wird aber auch künftig nur leicht ansteigen“, informierte der Chef der Schweriner Arbeitsagentur, Dirk Heyden.

Im letzten Berufsberatungsjahr stand von allen Schulabgängern durchschnittlich die Hälfte als Bewerber für Ausbildungsstellen zur Verfügung.Die andere Hälfte nahm eine Ausbildung an Berufsfachschulen auf, strebte einen höheren Schulabschluss an oder begann ein Studium an einer Fachhochschule, Universität, etc. Die Folge: „Die Schere von Angebot und Nachfrage hat sich geschlossen und der Ausbildungsmarkt zu einem Bewerbermarkt gewandelt. Der Wettbewerb der Unternehmen um die besten Köpfe beginnt immer früher und wird schwieriger. Das gilt nicht für die Schülerinnen und Schüler - sie können unter vielen interessanten Ausbildungsplatzangeboten wählen“, so Heyden.

Da es aber nicht unendlich viele ‚Olympioniken‘ unter den Bewerbern für Ausbildungsstellen gibt, müssen die Betriebe auch denjenigen eine Chance geben, die aufgrund ihrer schulischen Leistungen bislang nicht zum Zuge kamen. „Nicht jeder zeigt in der Schule, was wirklich in ihm steckt. Es gibt auch Ausbildungsbewerber, die möglichweise in der Theorie schwächeln, in der Praxis jedoch richtig aufblühen“, so der Agenturchef weiter. Im Rahmen der ‚Einstiegsqualifizierung‘ können Teenager durch ein Langzeitpraktikum in einem Betrieb Praxisluft schnuppern und den Unternehmer von sich überzeugen.

„Mit der Einstiegsqualifizierung wollen wir Auszubildende mit Ausbildern zusammen bringen, so dass sich beide über einen längeren Zeitraum ein Bild voneinander machen können. EQ ist ein hervorragendes Instrument, um auch benachteiligte Jugendliche und Firmen zusammen zu bringen. Die modifizierte Form, das sogenannte EQ plus, richtet sich nicht nur an lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche sondern auch an junge Menschen, die noch nicht im vollen Maße die nötige Ausbildungsreife bzw. Berufseignung haben und eine sozialpädagogische Begleitung brauchen“, so der Agenturchef. Die Praktikumszeit kann zwischen 6 und 12 Monaten individuell gestaltet werden. Übrigens: Während der Einstiegsqualifizierung bekommt der Jugendliche monatlich ein ‚Taschengeld‘ von 216 Euro und dem Unternehmer wird die Pauschale für die Sozialversicherung von 107 Euro monatlich erstattet.

„Im letzten Berufsberatungsjahr haben wir rund 60 Prozent der Jugendlichen durch dieses Langzeitpraktikum in eine Ausbildung integrieren können. Dieses Ergebniss kann sich wirklich sehen lassen! An dieser Stelle möchte ich nochmal an alle Jugendlichen, die in der Schule vielleicht nicht so erfolgreich waren, appellieren, zuversichtlich nach vorne zu schauen und die Einstiegqualifizierung zum Sammeln von praktischen Erfahrungen zu nutzen. Angesichts eines in vielen Branchen drohenden Fachkräfteproblems gibt es gute Chancen für eine Ausbildung und damit einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben“, so Heyden abschließend

Für die Meldung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder bei Fragen Zum Thema: Einstiegsqualifizierung (EQ) wenden Personalverantwortliche sich direkt an ihren persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service bzw. an die Service-Rufnummer: 01801 66 44 66*.

Einen Beratungstermin bei der Berufsberatung können Jugendliche unter der Service-Rufnummer: 01801-555 111* vereinbaren.

*3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Mobilfunkpreise

(Redaktion)


 


 

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