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Leibniz-Institut

Zwei Jahrzehnte Forschung um den vierten, geheimnisvollen Aggregatzustand

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald feiert am Freitag, dem 24.08.2012, mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür sein 20-jähriges Jubiläum.

Neben spannenden Vorträgen gewähren die Wissenschaftler auch Einblicke in den Laboralltag und geben Auskunft zu aktuellen Forschungsprojekten.

Zum Festakt haben sich prominente Gäste angesagt. Darunter der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering, Ministerialdirektor Prof. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Arthur König sowie der Rektor der Universität Greifswald Prof. Rainer Westermann.  

Von 15 bis 19 Uhr öffnet das INP seine Türen und bietet alle Interessierten die Möglichkeit, sich einen umfassenden Einblick in die Forschung um den vierten, geheimnisvollen Aggregatzustand zu verschaffen.

Neben spannendenden Vorträgen besteht auch die Gelegenheit, an geführten Laborrundgängen teilzunehmen. Eine kleine Ausstellung lädt zum Anfassen und Staunen ein. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen.  

Hintergrundinformationen INP

Die Geschichte der Plasmaphysik in Greifswald beginnt mit Rudolf Seeliger, der 1918 an das Physikalische Institut der Universität kam. Ein Vorläufer des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) wurde 1946 gegründet, und zwar auf Initiative des Physikers Paul Schulz, der sich auf den Gebieten der Spektroskopie, Gasentladung und Lichttechnik einen Namen gemacht hatte.

Das INP Greifswald betreibt Forschung und Entwicklung von der Idee bis zum Prototypen. Die aktuellen Forschungsthemen betreffen den Einsatz von Plasmen in den Bereichen Umwelt- und Energietechnik, Oberflächen und Materialien sowie in der Biologie und Medizin.

Mit dem INP hat sich Greifswald zu einem international führenden Zentrum der plasmamedizinischen Forschung entwickelt. Von der wissenschaftlichen Exzellenz zeugen die weltweit erste Professur für Plasmamedizin sowie hochrangige Fachveröffentlichungen und Forschungskooperationen.

Desweiteren befasst sich das Institut u.a. mit aktuellen Themenstellungen des Umweltschutzes wie dem Schadstoffabbau, der Diagnose von schädlichen Gasen sowie der Unterstützung alternativer Energietechnik bis hin zur Energie- und Ressourcenschonung durch Leichtbauverfahren.

Vorträge

Plasma und Lebenswissenschaften (15:30 und 17:30 Uhr)

Das Hauptziel der Plasmamedizin ist die therapeutische Plasmaanwendung, d.h. physikalisches Plasma soll direkt auf den menschlichen (oder tierischen) Körper gebracht werden. Im Zentrum der medizinischen Anwendung stehen die antimikrobiellen und oberflächenverändernden Eigenschaften von Plasma. Diese Charakteristiken machen es für medizinische Zwecke so attraktiv. Neben der Wundheilung, der Zahnmedizin und der Dermatologie wird auch die Wirkung von Plasma in der Implantatmedizin untersucht. Mit Plasma kann der Verlauf einiger Krankheiten deutlich verkürzt werden, teilweise können unheilbare Krankheiten kuriert oder sehr aufwendige Behandlungen schmerzfrei durchgeführt werden.

Licht, Schalten, Schweißen (16:30 und 18:30 Uhr)

Wie erzeugt man mit Plasmen Licht, wie funktioniert eine Energiesparlampe und welche Auswirkungen hat künstliches Licht auf Gesundheit und Wohlergehen. Antworten auf diese und andere Fragestellungen geben die INP-Wissenschaftler im zweiten Vortrag.

Anschaulich demonstrieren die Experten, wie ein Lichtbogen funktioniert und eingesetzt wird. Im Alltag finden sich Lichtbögen beim Schalten von elektrischen Strömen oder beim Schweißen in der Metallverarbeitung. Der Lichtbogen ist ein elementarer Bestandteil eines Schweißprozesses. Für Beobachtungen und Analysen blicken die Forscher sozusagen in den Lichtbogen hinein und führen spektroskopische Untersuchungen durch. 

Wir gratulieren zum 20.Geburtstag!

Die Redaktion

(Redaktion)


 


 

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