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Ist Facebook in 10 Jahren tot?

Nach dem alles andere als geglückten Börsengang muss Facebook nun auch noch schwindenden Benutzerzahlen verkraften. Gerade die Schnelllebigkeit des Internet, die Facebook groß gemacht hat, könnte nun das Ende des Social-Media-Pioniers bedeuten, prognostizieren US-Experten. Eine Konzentration auf das noch in Kinderschuhe steckende Mobile Commerce und lokale Angebote könnten jedoch für Besserung sorgen.

Einer nicht repräsentativen Studie der US-Nachrichtenagentur Reuters messen die Amerikaner Facebook mittlerweile weit weniger Bedeutung zu als noch vor einem Jahr. Viele Nutzer wenden sich ab, da das soziale Netzwerk "langweilig, nicht relevant oder unnütz" sei. Durch die Schnelllebigkeit des Internets im Allgemeinen sieht sich Facebook ständig im Zugzwang. Die Nutzer verlangen immer wieder neue Innovationen. Diese Erwartungshaltung kann Facebook aber offensichtlich nicht, oder zumindest nicht schnell genug, erfüllen.

Eine große Bedeutung messen Experten der Integration mobiler Dienste zu. So erachtet Ray Valez, Analyst für Internet-Unternehmen vom US-Informationsdienst Gartner, etwa die stärkere Einbindung der Smartphone-Cam Instagram und des eigenen Dienstes Camera als überaus wichtig für die Zukunft von Facebook.

Facebook steht vor der Herausforderung, sich immer wieder neu zu erfinden“, erklärt Valez. „Der Neuigkeitsfaktor nutzt sich ständig weiter ab, immer neue Interaktionsformen sind nötig, um die Nutzer zu interessieren.“

Der Facebook-Hype nervt immer mehr User

Bereits vor dem Börsengang erfreute sich Facebook eines weltweiten Hypes. "Wie, du bist noch nicht in Facebook?", konnte man vielerorts hören. Nahezu die komplette Freizeitplanung lief und läuft immer noch über das soziale Netzwerk ab: Einladungen zu Konzerten und Partys, Geburtstagstermine und vieles mehr werden ausschließlich online verwaltet. Wer nicht dabei ist, erfährt nicht, was "abgeht".

Kurz vor dem Börsengang stürzten sich vermehrt auch die konservativeren Medien auf Facebook. Der Hype wurde immer größer und ist - wie sich nun so langsam abzeichnet - kurz vorm Überschlag. Immer mehr Menschen zeigen sich von Facebook genervt. Viele Nutzer wenden sich ab.

Dass die Facebook-Aktie mittlerweile rund 30 Prozent weniger wert ist, als zum Ausgabenzeitpunkt, wirkt sich laut Reuters auch auf andere Börsengeschäfte ab: 48 Prozent der Befragten gaben an, nun eher nicht mehr über Investitionen im Aktienmarkt nachzudenken.


 


 

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