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Mehrwertsteuersatz

Fair schmeckt´s besser - neue Internetplattform des DEHOGA online

Seit 2009 kann jeder EU-Mitgliedsstatt selbst entscheiden, den Mehrwertsteuersatz zu ermäßigen. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie ist in Europa kein „Sündenfall“, er gilt in 13 von 27 EU-Mitgliedsstaaten.

Hierzulande gilt der reduzierte Satz von sieben Prozent für Lebensmittel zwar im Supermarkt, beim Bäcker und Fleischer, für zubereitete Speisen zum Mitnehmen oder im Stehimbiss – nicht aber in unseren Restaurants.

Dabei ist Gastronomie Menschenwerk, handgemacht. Ob Restaurant, Café, Eckkneipe, Caterer oder Großküche, alle sorgen für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Tag für Tag schaffen die Mitarbeiter mit ihrem persönlichen Einsatz Erlebnisse in puncto Geselligkeit und Genuss. Unsere Branche kann man mit wahrlich allen Sinnen spüren, ob nun schmecken, riechen oder sehen. Für viele Menschen sind unsere Restaurants die öffentlichen Wohnzimmer.
Hier begegnet man sich und pflegt gesellschaftliche Kontakte. Was wäre unser Land ohne Lokale? Zudem sind unsere Betriebe touristische Imageträger und fungieren bei den Gästen aus aller Welt als Visitenkarte Deutschlands. Bemerkenswert ist dabei, dass auf den gleichen Umsatz in der Gastronomie sechs Mal mehr Mitarbeiter beschäftigt werden, als im Lebensmitteleinzelhandel. Wir schaffen hier im Land also Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das Gastgewerbe war und ist der Jobmotor in Deutschland.

Es gibt viele Gründe, warum das unternehmerische Handeln der Gastronomen auf breiter Front Anerkennung und Respekt verdient. Das Anliegen Ihres Verbandes ist es, faire Rahmenbedingung im Vergleich mit den anderen lebensmittelverarbeitenden Wirtschaftszweigen herzustellen. Wir fordern daher die steuerliche Gleichbehandlung aller Speisen, egal wie zubereitet und wo verzehrt.

Diese berechtigte Forderung hat der DEHOGA in seine Wahlcheckliste aufgenommen und gegenüber den Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl des Deutschen Bundestages kommuniziert. Um dieser Forderung nochmals Nachdruck zu verleihen und eine breitere Öffentlichkeitswirksamkeit zu erzielen wurde eigens eine Internetplattform erstellt. Am 7. Juli um 7:07 Uhr, ist die Plattform online gestellt worden, unter www.fairschmecktsbesser.de

Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen wäre wie eine Konjunkturspritze für unsere Betriebe. Derzeit müssen viele Gastronomen aufgrund des Preisdruckes Anschaffungen und Modernisierungen auf die lange Bank schieben. Durch ein faires Steuersystem würden nicht nur unsere Gastronomiebetriebe und der lokale Arbeitsmarkt, sondern auch der regionale Wirtschaftskreislauf profitieren. Für die Zukunftssicherung der klassischen Gastronomie ist es elementar, durch eine steuerliche Gleichbehandlung mit allen lebensmittelverarbeitenden Branchen wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus diesem Grunde wird sich Ihr Verband auch zukünftig für diese steuerliche Gleichbehandlung einsetzen.

(Redaktion)


 


 

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