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MeLa schlägt Brücke zwischen Verbraucher und Landwirtschaft

In seiner Eröffnungsrede würdigte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die MeLa als einen ....

.....Ort des Leistungsvergleiches von Tier- und Pflanzenzüchtern, als einen Treffpunkt von Wissenschaftlern und Praktikern, als ein Erlebnis für Groß und Klein und als einen nützlichen Kompass für die künftigen Entwicklungen in der nationalen  und europäischen Politik.

Die Land- und Ernährungswirtschaft sei ebenso wie der Schiffbau eine Schlüsselbranche für unser Land.

Trotz aller Unterschiede gelten für beide Branchen die relative Abhängigkeit von staatlichen Finanztransfers und eine zunehmende Weltmarktabhängigkeit. Als Beispiel nannte der Minister die Situation auf dem Getreidemarkt. So sei die Getreideernte in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland insgesamt  in diesem Jahr deutlich besser ausgefallen als erwartet.  Mit einem Getreideertrag gesamt von durchschnittlich 68,0 dt/ha liegt das Ergebnis 3,5 Prozent über dem fünfjährigen Mittel in Land und zwei Dezitonnen über dem Bundesergebnis in diesem Jahr. Die weltweite Versorgungslage bleibe aber nach der dürrebedingt niedrigen Ernte in den USA weiterhin angespannt. Die globale Erzeugung von Mais und Getreide kann auch in diesem Wirtschaftjahr mit dem Verbrauch im laufenden nicht Schritt halten. Die Preise am Weltmarkt sind daher für Weizen und insbesondere für Mais seit Anfang Juni deutlich gestiegen. Sie liegen sie für Weizen in den USA bei über 270 Euro je Tonnen, in Paris bei knapp 265 Euro/Tonne und für Mais bei 250 bis 260 Euro je Tonne. „Diese Preissteigerungen treffen besonders die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt. Das erfordert, in der aktuellen Situation höchste Wachsamkeit und eine enge Zusammenarbeit aller Agrarexportländer und Organisationen weltweit“, betonte der Minister. 

Vor dem Hintergrund der zurzeit extrem angespannten finanziellen Lage der EU und der geringen Bereitschaft der Mitgliedsstaaten mehr als ein Prozent des Bruttoinlandproduktes in die gemeinsame Kasse zu geben, stehe die Zukunft des Agrarbudgets im bisherigen Umfang auf der Kippe.

„Die Landesregierung steht für einen starken EU-Agrarhaushalt. Die ländlichen Räume, Natur und Umwelt, aber auch Innovationen und Bildung in der Landwirtschaft sowie die Agrarinvestitionen sind auf europäische Förderung weiterhin angewiesen. Dennoch befinden sich die Dinge im Wandel und ich würde für die Zukunft pauschal gewährter Direktzahlungen meine Hand nicht mehr ins Feuer legen.

In Mecklenburg-Vorpommern genieße die Landwirtschaft  grundsätzlich hohes Ansehen bei den Menschen. Dies werde die diesjährige MeLa erneut beweisen. Zugleich stelle die Bevölkerung hohe Ansprüche an die Land- und Ernährungswirtschaft.  „Berechtigte Sorgen und ernstzunehmende Fragen zu Flächenkonkurrenzen, zur Art und Weise der Tierhaltung, zur Zukunft des ökologischen Landbaus, aber auch zur Perspektive der Dörfer überhaupt, treiben die Menschen um“, so der Minister. Er verwies auf den Dialog 

auf der Internet-Plattform „Mensch und Land“ dem Diskussionsforum zum Masterplan Land und Ernährungswirtschaft Dieser zeige, dass eine große Lücke zwischen den Vorstellungen der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Wirklichkeit in modernen Betrieben bestehe.

„Mein Ziel ist es, dass die Brücke zwischen den Verbrauchern und der Land- und Ernährungswirtschaft wieder belastbarer wird. Wir brauchen ein ehrliches und authentisches Bild der Schlüsselbranche unseres Landes und wir brauchen ein gemeinsames Verständnis über den Weg der Branche in die Zukunft“, so der Minister. Er bekräftigte:

„Unsere Land- und Ernährungswirtschaft muss sich nicht verstecken. Ich stehe zu dem, was der ökologische Landbau in Mecklenburg-Vorpommern geleistet hat und noch zu leisten im Stande ist.

Lassen Sie uns die MeLa als Brücke hinein in die tägliche Arbeit in den über 5000 Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft unseres Landes nutzen.

Zeigen wir der Öffentlichkeit, dass Mecklenburg-Vorpommern nicht nur ein führender Agrarstandort in Deutschland ist, sondern auch Standort für eine nachhaltige, umweltfreundliche und tierfreundlich Landwirtschaft der Zukunft.“

(Redaktion)


 


 

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