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Nord Stream-Pipeline

Letzte Schweißnaht des Nord Stream-Strang

Die Direktverbindung zwischen den großen russischen Lagerstätten in Sibirien und dem europäischen Erdgasmarkt steht: Der erste Rohrstrang der Nord Stream-Pipeline ist jetzt mit der Erdgasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindung-Leitung) verbunden worden.

„Das Pipelinesystem ist nun für die nächsten komplexen Schritte der Inbetriebnahme bereit, so dass wir im vierten Quartal 2011 den ersten Strang der Nord Stream wie geplant in Betrieb nehmen können“, so Dr. Georg Nowack, Projektleiter der Nord Stream AG für Deutschland. „Die Anschlussleitung OPAL, die das Erdgas aus der Nord Stream-Pipeline zum Weitertransport übernimmt, ist bereits fertig gestellt“, erklärte Bernd Vogel, Geschäftsführer der OPAL NEL TRANSPORT GmbH, einem Unternehmen der WINGAS-Gruppe, das die Anschlussleitung betreiben wird. „Somit stehen wir bereit. Das russische Erdgas kann kommen.“

 Die letzte Verbindungsschweißnaht zwischen dem ersten Strang der Nord Stream und der OPAL-Leitung wurde auf dem Gelände der Erdgas­übernahmestation in Lubmin bei Greifswald, wo die Pipeline die deutsche Küste erreicht, vorgenommen. Über 200 Mitarbeiter regionaler und überregionaler Unternehmen sind derzeit auf dem rund 12 Hektar großen Gelände im Bereich des Lubminer Hafens tätig, um die Übernahmestation für den späteren Betrieb vorzubereiten. Insgesamt investieren die beteiligten Unternehmen allein in Lubmin rund 100 Millionen Euro. An der Nord Stream-Pipeline sind neben der OAO Gazprom die BASF-Tochter Wintershall Holding GmbH und die E.ON Ruhrgas AG, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie und GDF SUEZ aus Frankreich beteiligt. An der Anschlussleitung OPAL hält die WINGAS-Gruppe 80 Prozent und die E.ON Ruhrgas AG 20 Prozent.

Die Erdgasleitung OPAL wurde bereits vor gut einem Monat fertig gestellt. Inzwischen ist die Pipeline mit Gas befüllt worden und steht bereit, das Nord Stream-Gas in die Tschechische Republik weiterzuleiten. Vor wenigen Tagen wurde der erste Strang der 1.224 Kilometer langen Nord Stream-Pipeline sowohl in Russland als auch in Lubmin an den jeweiligen Anlandebereich angebunden. „Die Rohrleitung durch die Ostsee ist bereits druckgeprüft, entwässert und getrocknet und wird seit dem 22. August komplett mit Stickstoff gefüllt, der als Sicherheitspuffer zwischen Luft und Gas dient“, erläutert Nord Stream-Projektleiter Nowack. Dem schließe sich dann die schrittweise Befüllung der Pipeline mit Erdgas von Russland aus an, so dass der erste Strang der Nord Stream pünktlich betriebsbereit sein werde.

(Redaktion)


 


 

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