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Ökokonto

Erstes Ökokonto der Landgesellschaft auf Rossiner Wiese vorgestellt

Die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (LGMV) hat ihr erstes Ökokonto verwirklicht: Mit der Maßnahme "Wiedervernässung Rossiner Wiese" bietet die LGMV interessierten Investoren Ökopunkte an, die sie für ihre Kompensationsverpflichtungen nutzen können.

Das Projekt der Wiedervernässung, bei dem die Ducherower Agrar GmbH Projektpartner ist, hat Volker Bruns, Geschäftsführer der Landgesellschaft M-V mbH, am heutigen Montag (10. September 2012) dem Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus vorgestellt. "Mit der Wiedervernässung der Rossiner Wiese haben wir dazu beigetragen, dass Biotope aufgewertet und auch das reizvolle Landschaftsbild mit seinem naturnahen Charakter erhalten wurde", sagte LGMV-Geschäftsführer Volker Bruns heute in Rossin.

Im Landschaftsschutzgebiet "Rossiner Wiese", das südwestlich der Ortschaft Rossin im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegt, wurde unter anderem ein Staubauwerk errichtet, das eine natürlichere Wasserversorgung des Gebietes garantiert. Um die wertvollen Wiesen zu erhalten und zu entwickeln, wird auf dem angrenzenden Grünland auf einer Fläche von rund elf Hektar eine extensive Beweidung mit Rindern über insgesamt 25 Jahre gesichert. "Darüber hinaus wurden angrenzende Laubwaldflächen in eine so genannte Naturwaldparzelle umgewandelt, das heißt Waldgebiete entwickeln sich auf ganz natürliche Art und Weise", erläuterte Bruns. Eingriffe in diese Naturwaldparzellen sind nicht gestattet. Neben der Verbesserung der Grünlandbereiche werden so auch die angrenzenden Gehölzbestände aufgewertet und so ein reichhaltiges Mosaik verschiedener, naturnaher Lebensräume geschaffen. "Dieses Vorhaben zeigt, dass Kompensationsverpflichtungen nicht zwangsläufig zu einem Rückgang der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Land führen muss, sondern dass landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz durchaus fruchtbare Synergien entwickeln können", betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

"Dass dies ein für die Investoren interessantes Projekt ist, zeigt sich daran, dass bereits ein Drittel der Ökopunkte verkauft werden konnte", freute sich Volker Bruns. Neben dem Amt Anklam-Land, der Deutschen Bahn Netz AG, der Biogas Anklam und verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben hat auch die Suiker Unie AG mit der Zuckerfabrik in Anklam die Maßnahme für Ausgleichsverpflichtungen genutzt. "Für uns bedeutet die Maßnahme einen großen Vorteil, da uns die zeitraubende Suche nach geeigneten Kompensationsmaßnahmen erspart blieb", ergänzte Matthias Sauer, Geschäftsführer der Zuckerfabrik Anklam. "In einem raschen und problemlosen Genehmigungsverfahren konnten wir Ökopunkte abbuchen", so der Geschäftsführer.

"Das Naturschutzinstrument Ökokonto ist eine gute Idee, um Natur und Landschaft zu erhalten und die erforderlichen Ausgleichsbedarfe zu erfüllen", sagte Backhaus. "Außerdem schafft die Ökokontierung eine erhebliche Qualitätsverbesserung der Kompensationsmaßnahmen, da kleinflächige Bedarfe in einer größeren und höherwertigeren Maßnahme gebündelt werden können. Die Wiedervernässung der Rossiner Wiese ist hierfür ein gelungenes Beispiel; Ausgleichserfordernisse werden gebündelt umgesetzt und entfalten eine größere Wirksamkeit."

Ökokontomaßnahmen sind vorgezogene Kompensationsmaßnahmen für zukünftige Eingriffe, die von Eingriffsverursachern oder anderen durchgeführt werden und nach Anerkennung in einem Ökokonto eingebucht werden. Die Ökokontomaßnahmen können dann Kompensationspflichtigen angeboten werden. Sobald eine Maßnahme zur Kompensation des Eingriffs geeignet ist, kann sie nach einem Genehmigungsverfahren als Kompensationsmaßnahme zugeordnet und aus dem Ökokonto ausgebucht werden.

Hintergrund:

Als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen führt die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH seit 1991 Maßnahmen zur Siedlung, Agrarstrukturverbesserung und Regionalentwicklung durch. Das Dienstleistungsangebot trägt zur nachhaltigen und damit zur ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Entwicklung im ländlichen Raum bei. Die Landgesellschaft setzt großflächige Natur- und Klimaschutzprojekte um und bietet Investoren die Erfüllung ihrer Kompensationsverpflichtung an. Sie ist Mitglied im Bundesverband der Flächenagenturen.

(Redaktion)


 


 

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