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  • 20.11.2012, 11:50 Uhr
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Organspende

Techniker Krankenkasse klärt über Organspende-Ausweis auf

Als erste Krankenkasse in Mecklenburg-Vorpommern startet heute die Techniker Krankenkasse (TK) mit einer Anschreibe-Aktion zur neuen Organspende-Regelung an ihre Versicherten.

Durch die aktuelle Reform des Transplantationsgesetzes sind die Krankenkassen verpflichtet, allen Versicherten über 16 Jahren Informationen zur Organspende zuzuschicken und sie aufzufordern, eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu treffen.
Ab heute erhalten 128.000 TK-Versicherten über 16 Jahren im Nordosten eine Sonderausgabe ihres Mitgliedermagazins "TK aktuell" mit vielen Informationen zur Organspende und einem Organspendeausweis im Scheckkartenformat. Dr. Volker Möws, TK-Chef in Mecklenburg-Vorpommern: "Was viele nicht wissen, auf dem Ausweis kann auch vermerkt werden, dass man kein Organspender sein möchte. Wie auch immer man sich entscheidet − wichtig ist es, die Entscheidung festzuhalten. Auf diesem Weg wird den Angehörigen erspart, sich im Ernstfall damit auseinanderzusetzen."
Das achtseitige TK-Magazin informiert ergebnisoffen über die Organspende. Dabei werden wichtige Fragen beantwortet und der Verlauf einer Organspende nach dem Hirntod erklärt. Auch die Themen Lebendspende, Patientenverfügung und Gewebespende sowie die aktuellen Organspende-Skandale finden Berücksichtigung.
Über das Magazin hinaus stellt die TK weitere Informationsangebote für ihre Versicherten bereit. "Seit dem 1. November 2012 ist eine Infohotline zur Organspende freigeschaltet, bei der unsere Kunden qualifizierte Ansprechpartner erreichen, die ihre persönlichen Fragen beantworten. Zudem enthält das Magazin Links zu weitergehenden Informationen auf unserer Website tk.de", erklärt Möws.
Aktuell warten 284 Menschen im Nordosten auf eine lebensrettende Organspende. Am häufigsten werden eine Niere (197), eine Leber (71) oder eine Bauchspeicheldrüse (13) benötigt. Bundesweit sind es knapp 12.000 Todkranke.
Zum Hintergrund:Der Versand an die insgesamt 6,9 Millionen TK-Versicherten ab 16 Jahren erfolgt in vier Chargen an aufeinanderfolgenden Terminen. Beginn war am 31. Oktober. Die Warteliste-Zahlen stammen von Eurotransplant und geben den Stand der Warteliste vom 30. September 2012 wieder.


(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von HilmarHirnschrodt
20.11.12 13:21 Uhr

Neutrale Information und transparente Aufklärung über die Vorgehensweise rund um die Organentnahme ist dringend von Nöten, denn leider kann die Organe von frisch Verstorbenen niemand mehr gebrauchen. Von wegen "Organspende" nach dem Tod! Die Organe müssen leben und in einem aufwändigen Verfahren dem noch lebenden Körper entnommen werden, wenn sie transplantationsfähig sein sollen. Das ist der Grund, warum dazu passend der Kunsbegriff "Hirntod" erfunden wurde. Dieser bedeutet eigentlich so etwa "Halbtod" - das Gehirn und dessen Funktionen soll angblich tot sein, aber der Körper lebt noch. Diese Deffinition ist bei weitem nicht so sicher und klar, wie uns das die Ärzteschaft glauben machen möchte. Von Seiten der Organspende-Befürworter wird zwar immer wieder spitzfindig betont, es gäbe keinen Fall eines Hirntoten, der wieder aufgewacht wäre. Dieser Behauptung ist vordergründig auch nicht zu widersprechen, denn wer wieder aufwacht, kann kein Hirntoter gewesen sein. Folglich muß bei einem Wiedererwachten die Hirntoddiagnose falsch gewesen sein. Und tasächlich gibt es einige dokumentierte Fälle von Menschen die nach einer Hirntoddiagnose wieder aufgewacht sind! Leider läßt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, wieviele der als "Organspender" ausgeweideten eigentlich wegen Hirntodfalschdiagnosen noch (über)lebensfähig gewesen wären. Vermutlich eine ganze Menge! Organtranasplantation scheint so etwas wie der Kanibalismus der Moderne zu sein, in dem sich einer im Bedarfsfalle die noch brauchbaren Teile eines anderen buchstäblich einverleiben lässt. Und wirklich "gerettet" kann sowieso kein Leben je werden; es werden höchstens ein paar Monate oder im Idealfall auch Jahre an Lebenszeit - meist als Dauerintensivpatient - gewonnen. Aus diesen Gründen ist die aktuelle Praxis der Organspende meiner Meinung nach ethisch nicht vertretbar! Ausdrücklich davon ausgenommen sind Lebendspenden z.B. einer Niere, da hier sowohl der Spender als auch der Empfänger weiterleben können. Selbstverständlich ist jeder/m freigestellt sich dem Gewebe- und Organtransplantationssystem vertrauensvoll auszuliefern. Da ich mich jedoch der großen Missbrauchsgefahr nicht pauschal aussetzten möchte, trage ich konsequenter Weise vorsorglich immer einen Nichtspenderausweis bei mir, in drei Sprachen mit dem Wortlaut "Ich bin kein Organspender und kein Organempfänger!"

 

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