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Naturschutzstiftung

Schutz des Ökosystems Ostsee

Der Schutz des sensiblen Ökosystems Ostsee wird ausgebaut: Ab sofort werden die Umweltverbände WWF, BUND und NABU gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Nord Stream AG eng in der „Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee“ zusammenarbeiten.

Mit der Stiftung ist nun eine Organisation geschaffen worden, die mit den notwendigen Mitteln und Möglichkeiten ausgestattet ist, um Umwelt- und Naturschutz im deutschen Ostseeraum sicherzustellen. Die Stiftung mit Sitz in Greifswald wird ausschließlich die Förderung des Umwelt- und Naturschutzes im deutschen Ostseeraum zum Ziel haben. Dabei steht vor allem die finanzielle Förderung oder Durchführung von Natur- bzw. Umweltschutzmaßnahmen und -projekten im Vordergrund, die unter anderem die ökologische Stabilität oder die Regenerationsfähigkeit der Meeresumwelt verbessern und zur Verringerung oder zum Abbau von eutrophierenden1 Einträgen oder Schadstoffen beitragen. Darüber hinaus sollen Lebensräume und Schutzgebiete für seltene oder geschützte Arten geschaffen oder verbessert werden.

Dirk von Ameln, Permitting Director der Nord Stream AG: "Die Nord Stream AG bringt ein Stiftungskapital von 10 Millionen Euro ein. Davon stehen 5 Millionen Euro als zweckgebundene Mittel für die Umsetzung von Maßnahmen gemäß Stiftungszweck zur Verfügung. Die anderen 5 Millionen Euro bilden das notwendige Grundkapital der Stiftung." Nord Stream ist eine Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet. Die Erdgasimporte in die Europäische Union betrugen 2008 circa 320 Milliarden Kubikmeter. Dieser Importbedarf wird bis zum Jahr 2030 auf rund 500 Milliarden Kubikmeter jährlich wachsen. Die EU muss dann zwischen 160 und 200 Milliarden Kubikmeter zusätzliches Erdgas importieren (Quelle: IEA, World Energy Outlook 2010). Mit dem Anschluss des europäischen Gasleitungsnetzes an einige der größten Gasreserven der Welt wird Nord Stream etwa ein Drittel des zusätzlichen Gasimportbedarfs der Europäischen Union der nächsten Jahrzehnte decken können. Das Projekt wird ein bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung der Gaslieferungen und ein Meilenstein für die Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland sein.

Den Vorstandsvorsitz der Stiftung übernimmt Jochen Lamp vom WWF Deutschland. Erste Stellvertreterin ist Corinna Cwielag vom BUND Mecklenburg-Vorpommern. Dirk von Ameln übernimmt die Funktion des Kuratoriumspräsidenten. Die Arbeit in den Führungsgremien der Stiftung ist ehrenamtlich. Die Gründung der Stiftung ist ein Ergebnis der Vereinbarung zwischen der Nord Stream AG und den Umweltverbänden BUND Mecklenburg-Vorpommern und WWF Deutschland, die im Frühjahr 2010 im Zusammenhang mit dem Bau der Pipeline geschlossenen wurde. Dieser Schritt erfolgte, nachdem zuvor keine weiteren konkreten Maßnahmen für den Naturschutz identifiziert werden konnten, die Nord Stream auf freiwilliger Basis hätte durchführen können. Insgesamt ist die Gründung der Stiftung eine logische und konsequente Ergänzung der Umweltaktivitäten von Nord Stream, die rund um den Bau und Betrieb der Pipeline im deutschen Trassenabschnitt umgesetzt worden sind.

(Redaktion)


 


 

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