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Pommersche Bucht

Starkwind über der Pommerschen Bucht: Seenotretter für elf Menschen im Einsatz

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Montag, 9. September 2013, in der Pommerschen Bucht bei drei Einsätzen insgesamt elf Menschen aus gefährlichen Situationen befreit. Bei Starkwind waren die Segler fast zeitgleich mit ihren Yachten in akute Notlagen geraten.

An den Rettungsaktionen waren die Seenotkreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz und EUGEN/Station Greifswalder Oie sowie das Seenotrettungsboot HEINZ ORTH/Station Freest beteiligt.

Über den UKW-Sprechfunk-Kanal 16 erreichte gegen 17.30 Uhr ein Notruf die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Die Segelyacht „Charlotte“ befand sich etwa 18 Seemeilen (rund 33 Kilometer) östlich der Greifswalder Oie in einer gefährlichen Lage: Da die Segel teils zerrissen, teils beschädigt waren, ließ sich das Boot nur noch mit Maschinenhilfe steuern. Bei westlichen Winden der Stärke sieben bis acht Beaufort (bis zu 74 km/h) genügte die Leistung jedoch nicht, um das zwölf Meter lange Boot mit drei Besatzungsmitgliedern auf Kurs zu halten – die Yacht trieb immer weiter nach Osten in Richtung eines Großschifffahrtsweges ab.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte umgehend den Seenotkreuzer EUGEN/Station Greifswalder Oie. Gegen 18.30 Uhr trafen die Seenotretter vor Ort ein. Sie stellten trotz rauer See schnell und routiniert eine Leinenverbindung her, um das Boot mit Heimathafen Kröslin „auf den Haken“ zu nehmen und zur Insel Ruden zu schleppen. Die Besatzung der EUGEN versorgte die drei Segler. Vor allem der Skipper war leicht unterkühlt: Er wärmte sich in eine Decke gehüllt mit heißem Tee wieder auf. Die Segler wollten am nächsten Tag bei besseren Wetterverhältnissen von der Insel Ruden unter Motor zum Hafen Freest fahren.

Fast zeitgleich mit der EUGEN hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH/Station Freest alarmiert: Die polnische Segelyacht „Gowod“ war nach einem Motorschaden zwischen den Inseln Ruden und Greifswalder Oie von einem kleinen Fischerboot gesichert worden. Dieses konnte den Havaristen allerdings bei den herrschenden Windstärken von sechs bis sieben Beaufort (bis 61 km/h) nicht alleine schleppen. Deshalb übernahmen die freiwilligen Seenotretter die manövrierunfähige Yacht und brachten sie sicher in den Hafen von Fresst. Die Besatzung der HEINZ ORTH versorgte die beiden stark unterkühlten Segler.
Der Seenotkreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz wiederum war im weiteren Verlauf des Abends für die 15 Meter lange Segelyacht „Aglaia“ im Einsatz. Die sechs Besatzungsmitglieder konnten rund fünf Seemeilen östlich der Ostseeinsel Rügen in Höhe Sassnitz nach einem Motorschaden und bei südwestlichen Winden der Stärke fünf bis sechs Beaufort (bis 49 km/h) nicht mehr alleine den Hafen ansteuern. Deshalb hatten sie die Seenotretter um Hilfe gerufen. Die HARRO KOEBKE schleppte den Havaristen sicher und routiniert nach Sassnitz ein.

(Redaktion)


 


 

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