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Umfrage

Schwankende Rohstoffpreise und Preisdruck machen Unternehmen zu schaffen

Industrieunternehmen sehen die stark schwankenden Rohstoffpreise und einen sich verschärfenden Preisdruck als die größten Hürden auf dem angestrebten Weg zu mehr Wachstum.

Das hat eine internationale KPMG-Umfrage unter 220 Industrie-Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde US-Dollar ergeben. So bereiten die starken Preisschwankungen bei Rohstoffen, Betriebsmitteln und Transportkosten fast der Hälfte aller Befragten die größten Kopfschmerzen, wenn sie an die kommenden 12 bis 24 Monate denken (44 Prozent). Eine ähnlich große Herausforderung sehen die Unternehmen in dem sich verschärfenden Wettbewerb und Preisdruck (40 Prozent).

Obwohl die Zuversicht in die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken ist, haben 25 Prozent der Unternehmen sich Wachstum als vorrangiges Ziel für die kommenden zwei Jahre gesetzt. Für nur 19 Prozent war dies auch in den vergangenen 24 Monaten das Hauptbestreben. KPMG-Partner Dr. Gerhard Dauner: „Viele Unternehmen haben infolge der letzten Wirtschaftskrise ihre Kostenstrukturen optimiert und die Liquidität erhöht. Auch eine klarere Ausrichtung auf die jeweiligen Märkte und Kunden trägt dazu bei, dass sie nun über die richtige Einstellung und Strategie verfügen, um Standards für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung zu setzen.“

Um die zunehmende Volatilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu meistern, nehmen viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle und auch ihre Supply Chain sehr genau unter die Lupe. Über die Hälfte der Unternehmen will in den kommenden zwei Jahren Produktionsprozesse über alle Standorte hinweg standardisieren (55 Prozent). 49 Prozent der Unternehmen wollen mit Hilfe von IT-Systemen die Transparenz der Risiken in ihrer Wertschöpfungskette erhöhen. Fast ebenso wichtig sind den Befragten in diesem Zusammenhang die Überprüfung von Supply Chain-Prozessen sowie die Vorgabe von Standards für Lieferanten. Auch nimmt sich fast jedes zweite Unternehmen vor, seine Zulieferer beim Erwerb von Risk Management-Know-how zu unterstützen. „Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig den Unternehmen ein besserer Informationsfluss über die gesamte Wertschöpfungskette und eine engere Zusammenarbeit mit den Lieferanten sind“, so Dr. Gerhard Dauner. „Die aktuellen Entwicklungen in Europa und den USA dämpfen gerade wieder den Optimismus der Industrie-Unternehmen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre, die geprägt waren durch wirtschaftliche Unsicherheit, Preis- und Marktvolatilität, politische Wirrungen und Naturkatastrophen, haben viele Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht. Sie sind jetzt besser darauf vorbereitet, entsprechende Herausforderungen künftig mit Hilfe schlanker operativer Strukturen, gut entwickelter Risk Management-Systeme und einem konsequenten Fokus auf Innovation zu meistern.“

Nach ihrem Investitionsschwerpunkt in den kommenden zwei Jahren befragt, werden Kostenmanagement sowie der Bereich Innovation beziehungsweise Forschung & Entwicklung genannt. Wachstumschancen erhoffen sich die Unternehmen vor allem durch die Entwicklung neuer Produkte, sowohl auf den etablierten als auch auf neuen Märkten.

(KPMG AG)


 


 

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