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Wassertourismus, Arbeitsmarkt und Elektromobilität – Projekte packen zukunftsrelevante Themen an

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniert

In der Hansestadt Stralsund hat das Entscheidungsgremium des EU-Großprogramms "Region Südliche Ostsee" (South Baltic Programme, siehe Informationen zum Programm) getagt. Aus insgesamt 38 eingereichten Anträgen wurden 11 Projekte zur Förderung ausgewählt. "Mit Hilfe des Programms lassen sich durch die konstruktive Zusammenarbeit der beteiligten Partner weitere gemeinsame grenzüberschreitende Initiativen entwickeln. Erfreulich ist, dass auch in dieser Antragsrunde erneut Projekte mit Partnern aus Mecklenburg-Vorpommern gepunktet haben", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Donnerstag in Schwerin. "Insgesamt sind an acht der befürworteten Projekte Partner aus unserem Land beteiligt, fünf Projekte werden mit federführender Leitung aus Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden."

Mit der Auswahlentscheidung des Programms wurden rund 7,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gebunden - allein rund 2,3 Millionen Euro zugunsten von Projektpartnern aus MV. "In dieser Antragsrunde überzeugten Projektideen, die sich mit zukunftsrelevanten Themen befassen, wie beispielsweise die Integration von Elektromobilitätsangeboten in den städtischen Verkehr, die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Akteuren des Arbeitsmarktes, um gemeinsam die Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Region anzugehen oder auch die wassertouristische Entwicklung der südlichen Ostseeküste beginnend von Vorpommern bis hoch nach Litauen", so Seidel weiter.

1. Attraktivere Reisebedingungen für Wassertouristen entlang der südlichen Ostseeküste (Leadpartner: Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH)

Das Projekt MARRIAGE befördert die Entwicklung des Wassertourismus im südlichen Ostseebogen (Vorpommern/DE, Westpommern und Pommern/PL, Kaliningrad /RU, Klaipėda/LT). Ziel ist es, den z.T. beträchtlichen Entwicklungsrückstand der Region im Vergleich zum übrigen Ostseeraum aufzuholen und die regionalwirtschaftlichen Effekte des Wassertourismus zu steigern. Auf deutscher Seite beteiligt sich die Region Vorpommern am Projekt. Ihr wassertouristisches Profil wird im Dialog und in Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Nachbarregionen weiterentwickelt. Das Projekt konzentriert sich auf Handlungsfelder, in denen grenzüberschreitende Maßnahmen und internationaler Erfahrungsaustausch zu konkretem Mehrwert führen: (1) Vermarktung des südlichen Ostseebogens als grenzüberschreitende Wassersportregion, (2) Wissenstransfer im Bereich Marina Management und (3) Entwicklung und Verbreitung innovativer Ansätze für den weiteren Ausbau des Sportboothafennetzes.

2. Entwicklung des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes im Südlichen Ostseeraum intensivieren (Leadpartner: Rostock Business)

Ziel des Projektes "SB Professionals" ist es, durch gemeinsam entwickelte Konzepte den kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen Akteuren des Arbeitsmarkts (Arbeitsagenturen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern , Universitäten und Fachkräften) in Mecklenburg-Vorpommern, Polen, Litauen, Schweden und Dänemark anzustoßen und zu fördern, um Arbeitnehmer und –geber sowie Berufseinsteiger für Arbeitsmarkpotentiale zu sensibilisieren und über Arbeitsplatzangebote und Arbeitsmarktbedingungen auch jenseits der Grenzen zu informieren. Durch die Förderung der Mobilität der Arbeitnehmer und der Attraktivität des südlichen Ostseeraums für auswärtige Arbeitskräfte will das Projekt langfristig einem Fachkräftemangel entgegenwirken. Beispielhafte Projektaktivitäten werden hierbei u.a. die Erarbeitung einer Wissensdatenbank "How to get employed in the SB region", der Ausbau der virtuellen Kampagne www.mv-professionals.de zur grenzüberschreitenden Kampagne www.sb-professionals.eu sowie die Initiierung von Kooperationsvereinbarungen zwischen Universitäten und Unternehmen der privaten Wirtschaft sein.

3. Elektromobilität als integraler Bestandteil städtischer Verkehrskonzepte in Städten des südlichen Ostseeraums (Leadpartner: Rostocker Straßenbahn AG)

ELMOS fördert die Einführung von Elektromobilität in Städten des südlichen Ostseeraums. Der Fokus liegt auf verkehrsverbindenden Angeboten für den Alltagsverkehr, die städtische ÖPNV-Wegeketten ergänzen und erweitern. Buchbare intermodale Angebote (über Kombitickets) sollen die Attraktivität von E-Mobilität für Kunden konkret erlebbar machen. Die Bereitstellung der neuen Dienstleistungen beinhaltet die Anschaffung von Fahrzeugen (Pedelecs) und der dazugehörigen Infrastruktur (Verleih- und Servicestation an ÖPNV-Knotenpunkten). Als städtisches Unternehmen übernimmt die RSAG die federführende Rolle und weitet ihr Portfolio als moderner Mobilitätsdienstleiter aus. So entsteht ein Modell, das aufzeigt, wie E-Mobilität und ÖPNV den angestrebten Paradigmenwechsel im städtischen Verkehr Hand in Hand bewältigen können.

Andere genehmigte Projekte wollen unter anderem Methoden des kreativen Lernens an Schulen erproben oder die künstlerische Entwicklung von jungen Leuten mit Hilfe von Theaterprojekten fördern. In einem anderen Projekt wird die Begegnung von Sportlern des südlichen Ostseeraums im Rahmen von Volleyballturnieren gefördert.

Mecklenburg-Vorpommern hat in dieser Förderperiode  zum ersten Mal den Vorsitz innerhalb des Programms. In den sieben bisherigen Programmantragsrunden sind Partner aus Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt rund 12,5 Millionen Euro EFRE-Mitteln bezuschusst worden.

Erste Ergebnisse von geförderten Projekten werden in der jährlichen Programmveranstaltung am 29. November im Neustädtischen Palais in Schwerin vorgestellt. Zudem wird zusammen mit Partnern über den Einfluss des Programms im südlichen Ostseeraum und über die künftige Entwicklung des Programms diskutiert werden. Projektpartner können sich im Contact Point Mecklenburg-Vorpommern in Rostock über die noch bestehenden Fördermöglichkeiten informieren.

Informationen zum Programm

In der Förderperiode 2007-2013 ist Mecklenburg-Vorpommern Programmpartner in dem neuen Großprogramm "Region Südliche Ostsee" mit einem Gesamtvolumen von 60,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Neben den Ostsee-Küstengebieten der Länder Dänemark, Schweden, Litauen und Polen umfasst das Fördergebiet die Landkreise Nordwestmecklenburg, Bad Doberan, Nordvorpommern, Rügen, Ostvorpommern, Uecker-Randow sowie die Hansestädte Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald (unberücksichtigt der Kreisgebietsreform, in Kraft getreten am 04.09.2011). Wichtige Schwerpunktbereiche des Großprogramms sind Aktivitäten zur Unternehmensentwicklung, zum Wissens- und Know-how-Transfer zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsanbindung. Weitere Themen sind Tourismus, Nutzung erneuerbarer Energien und Energiesparen. Das INTERREG IV A Großprogramm "Region Südliche Ostsee" gehört zu den EU-Programmen im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit.

Als Ansprechpartner steht interessierten Antragstellern der Contact Point in Rostock zur Seite.

SOUTH BALTIC PROGRAMME 2007-2013  

Contact Point Mecklenburg-Vorpommern
Grubenstrasse 20
18055 Rostock
Kontakt: Ronald Lieske
T +49 381-45 484 52 84
E [email protected]
Informationen zu allen bislang bewilligten Projekten finden Sie auf www.southbaltic.eu

(Redaktion)


 


 

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