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Besserer Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde

Tief in der Ostsee, hoch in der mittleren Atmosphäre, im Hightechlabor oder in der vierten Materie und auf der Tierexperimentieranlage - die Wissenschaftler der fünf Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern verfolgen Ziele von globaler Dimension.


Sie wollen die Nahrungsmittelerzeugung nachhaltiger gestalten, neue Energieträger entwickeln, marine Ökosysteme erhalten, mit Plasma Wunden heilen oder Klimatrends erkunden. „Seit 20 Jahren forschen die Leibniz-Institute im Nordosten mit ihren Wissenschaftlern und Mitarbeitern auf weltweitem Spitzenniveau“, betonte Prof. Franz-Josef Lübken, Direktor des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. „Die fünf Leibniz-Institute sind die Flaggschiffe der außeruniversitären Wissenschaftslandschaft in MV, international erfolgreich und regional verankert.“

Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums ihrer Neu-Gründung veranstalten die Leibniz-Institute für Atmosphärenphysik Kühlungsborn, für Katalyse Rostock, für Nutztierbiologie Dummerstorf, für Ostseeforschung Warnemünde und für Plasmaforschung und Technologie e.V. Greifswald heute einen Parlamentarischen Informationsabend im Schweriner Schloss. Zu dem Leibniz-Gipfel in der Landeshauptstadt werden Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider und Bildungsminister Mathias Brodkorb sowie weitere Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erwartet.

Attraktiv für junge Wissenschaftler
Die fünf Institute der Leibniz-Gemeinschaft sind zwischen 1952 und 1993 gegründet worden (s. Anlage Steckbriefe). Den Wissenschaftseinrichtungen ist es gelungen, an die Spitze der bundesdeutschen Forschungslandschaft vorzudringen und sich international einen anerkannten Ruf zu erarbeiten. Rund 200 Millionen Euro wurden in den vergangenen 20 Jahren in Neubauten und eine moderne Ausstattung der Forschungsstandorte investiert. Dabei unterliegt die Leibniz-Wissenschaftsorganisation mit 86 selbständigen Forschungseinrichtungen bundesweit anspruchsvollen Evaluierungsprogrammen, die als die härtesten in der Wissenschaftsbranche gelten. „Alle fünf Institute in Mecklenburg-Vorpommern erfüllen die extrem hohen Qualitätskriterien der Leibniz-Gemeinschaft“, unterstrich der Physiker Prof. Franz-Josef Lübken.

Die Institute werden vom Bund und vom Land (Anteil 37 %) gemeinsam gefördert, akquirieren jedoch darüber hinaus in erheblichem Umfang zusätzliche externe Forschungsgelder (Drittmittel) in Höhe von durchschnittlich 40 Prozent ihrer Gesamtbudgets. Mit einem Gesamtbudget von mehr als 90 Mio. Euro jährlich beschäftigen die Institute über 900 Mitarbeiter und sichern hochqualifizierte wissensbasierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Eine große Bedeutung messen sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs bei. Jedes Jahr bilden sie mehr als 250 Diplomanden und Doktoranden aus und bieten jungen ambitionierten Wissenschaftlern aus der ganzen Welt attraktive Forschungsfelder und herausragende berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Trendsetter in vielen Bereichen
Jedes der fünf Institute arbeitet und forscht an gesellschaftlich relevanten sowie komplexen Fragestellungen und verfügt in der speziellen Ausrichtung über markante Alleinstellungsmerkmale. „Die Leibniz-Institute setzen in Kooperation mit internationalen Partnern und der Wirtschaft in zahlreichen Bereichen der Gesellschaft neue Maßstäbe“, hob Prof. Klaus-Dieter Weltmann, Direktor vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. Greifswald (INP) die Bedeutung der Institute hervor. „So ist es in Greifswald beispielsweise gelungen, mit der Plasmamedizin ein neues zukunftsträchtiges Forschungsfeld zu etablieren und dort auch federführend die Forschungskompetenz zu übernehmen“, so Weltmann. „Spitzenforschung ist der Vorlauf für wirtschaftliche Spitzenplätze, die Förderung einer konkurrenzfähigen Wirtschaft von morgen und damit auch die nachhaltige Sicherung der Lebensqualität für uns und kommende Generationen“, bekräftigte der Wissenschaftler aus Greifswald.
So leistet das Leibniz-Institut für Katalyse Rostock einen weltweit beachteten wissenschaftlichen Beitrag für eine effiziente Nutzung von Wasserstoff als speicherbarem Energieträger. Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf entwickelt im internationalen Verbund Strategien für eine umweltverträglichere Herstellung von Lebensmitteln und eine artgerechtere Nutztierhaltung. Auch die Forschungsergebnisse am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn und am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde erzielen regelmäßig die Aufmerksamkeit in der Wissenschaftswelt, weil Klimaänderungen in der mittleren Atmosphäre ebenso von übergreifendem Interesse sind wie Störungen in marinen Ökosystemen wie der Ostsee.

"Die Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern demonstrieren, dass Spitzenforschung auf höchstem internationalem Niveau auch in einem relativ kleinen Bundesland möglich ist. Davon profitiert das Land sowohl in wirtschaftlicher als auch in wissenschaftspolitischer Hinsicht", erklärte Prof. Franz-Josef Lübken abschließend. Die Direktoren der fünf Leibniz-Institute setzen auch in Zukunft auf eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Leibniz-Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern, auf die Unterstützung durch Land und Bund und einen bestmöglichen Einsatz der gewachsenen Wissenschaftsstrukturen im Nordosten.

Die Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern
Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn (IAP) - www.iap-kborn.de
Leibniz-Institut für Katalyse e. V. Rostock (LIKAT) - www.catalysis.de
Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) - www.fbn-dummerstorf.de
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) - www.io-warnemuende.de
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. Greifswald (INP) - www.inp-greifswald.de


Die Leibniz-Gemeinschaft (www.leibniz-gemeinschaft.de)
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an.
Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen, unter anderem in Form der Wissenschaftscampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

(Redaktion)


 


 

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