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Autodiebstähle

Wo in Deutschland die meisten Autos gestohlen werden

Berlin ist die beliebteste Stadt für Autodiebe. In keiner anderen Region werden soviele Autos gestohlen, wie in der Hauptstadt. Auch in Nordrhein-Westfalen müssen Autofahrer besonders aufpassen. Die Saarländer und Rheinland-Pfälzer können sich freuen. Im Südwesten sind die Autos vor Dieben relativ sicher.

2010 wurden insgesamt 19.503 Autos in Deutschland gestohlen, das ist eine Steigerung von rund sieben Prozent, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) informiert. 

Einen starken Anstieg gab es in Nordrhein-Westfalen, das höchste Diebstahlrisiko besteht in Berlin. 

"Noch 2009 verzeichneten die östlichen Bundesländer - nicht zuletzt wegen des Wegfalls der Grenzkontrollen - die meisten Autodiebstähle. Nun sehen wir im Westen eine verstärkte Zunahme", so GDV-Sprecherin Katrin Rüter de Escobar.

Dramatische Zunahme

Besonders PKW-Besitzer in den Großstädten Nordrhein-Westfalens wurden Opfer von Autodiebstählen. So gab es in Bielefeld nahezu 70 Prozent mehr Diebstähle als im Jahr 2009. In Dortmund wurden 53,8 Prozent mehr Autos geklaut, in Köln 33,9 Prozent. Auch in den Zulassungsbezirken Wuppertal Stadt, Essen Stadt, Detmold und Arnsberg stieg die Anzahl der gestohlenen PKW deutlich.

Am schlimmsten schlagen Diebe 2010 auch in Berlin zu: Insgesamt wurden in der Hauptstadt 3.290 Pkw geklaut - 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Großstädte Sachsens sind vom Anstieg der Diebstähle besonders betroffen: Hier gab es einen Steigerung von 20,1 Prozent in Dresden und 13,8 Prozent in Leipzig. In Bremen dagegen ist der PKW-Diebstahl nochmals um 21,2 Prozent zurückgegangen. Im Saarland und in Baden-Württemberg gab es ebenso weniger Autodiebstähle. Das geringste Risiko haben Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Toyota Lexus RX400 Hybrid an der Spitze der "Klauliste". Auf Platz zwei folgt der BMW M390. Der VW 7DZ folgt auf Platz drei. Das höchste Diebstahlrisiko der Automarken hatte 2010 Porsche, auf Platz zwei und drei folgen Audi und General Motors.

Veränderungen in der Sicherheitstechnik

Die Gesamtentschädigungssumme stieg um 10,5 Prozent auf rund 348 Mio. Euro. Von den Diebstahlzahlen Anfang der 1990er-Jahre, als weit mehr als 100.000 Pkw jährlich gestohlen wurden, ist man aber weit entfernt. "Damals war es auch viel einfacher ein Auto zu stehlen. Inzwischen hat sich in der Sicherheitstechnik viel getan", erklärt Rüter de Escobar.

Die Häufigkeit der Diebstähle kann über die Tarifmerkmale der Typklasse und der Regionalklasse auch die Höhe der Prämie in der Kaskoversicherung beeinflussen. "Natürlich muss ein Porschefahrer eine höhere Prämie zahlen, das aktuelle Auswertungsergebnis wird aber kaum Auswirkungen auf die Tarifgestaltung haben", so Rüter de Escobar. "Andererseits werden Autofahrer, die eine Garage besitzen, mit geringeren Prämien belohnt", ergänzt die Sprecherin.

(Quelle: pte)

(Redaktion)


 


 

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