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Sepsis

Erster Welt-Sepsis-Tag am 13. September

Greifswalder Forscher erfolgreich im Kampf gegen Blutvergiftung

Am Donnerstag, dem 13. September 2012, wird zum ersten Mal der Welt-Sepsis-Tag begangen. Im März wurde von der Global Sepsis Alliance auf einem internationalen Symposium in Brüssel die Etablierung eines Welt-Sepsis-Tages offiziell bekannt gemacht. Die Sepsis ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit und mit einer Sterblichkeit bis zu 60 Prozent belastet. 

Viele Länder und Organisationen haben ihre Unterstützung zugesagt. Im Rahmen des ersten Welt-Sepsis-Tages finden in vielen Ländern Informationsveranstaltungen zur Aufklärung über die dramatisch zunehmende Todesursache statt. In Deutschland wird der Aktionstag von der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e. V. organisiert.

Am Vorabend des ersten Welt-Sepsis-Tages treffen sich die Teilnehmer des Greifswalder Sepsisdialoges (Mittwoch, dem 12. September 2012, ab 10:00 Uhr) zu einem Erfahrungsaustausch. Bei dem Workshop von Pflegekräften und Intensivmedizinern geht es vor allem darum, die erfolgreiche Arbeit über die Universitäts- und Hansestadt hinaus auszuweiten“, sagte der Greifswalder Sepsisexperte Dr. Matthias Gründling (Foto). Wesentliche Teile der Ziele der Weltsepsisdeklaration bis zum Jahre 2020 sind in Greifswald schon umgesetzt. Das umfasst beispielsweise die Erfassung der Sepsisfälle, die Sepsis wird als Notfall begriffen sowie die Einführung von Schulungs- und Ausbildungsprogrammen (s. Anlagen).


Die Greifswalder Intensivmediziner sorgten in Sachen Sepsis in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach für Aufmerksamkeit. So gelang es im Qualitätsmanagementprojekt Sepsisdialog an der Universitätsmedizin Greifswald die Krankenhaussterblichkeit für schwere Sepsis und septischen Schock in den vergangenen Jahren von über 50 Prozent auf rund 35 Prozent zu senken (http://idw-online.de/pages/de/news348226). Erreicht haben die Beteiligten diesen deutlichen Fortschritt durch Schulung des Personals und Einführung von Früherkennungsmethoden sowie eine schnellere Erstbehandlung der Erkrankung. Diese Verbesserungen, die schon mehr als 100 Greifswalder Sepsispatienten das Leben gerettet haben, machen nun auch Schule in ganz Mecklenburg-Vorpommern und sollen in weiteren Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Darüber hinaus haben sich die Greifswalder Wissenschaftler an mehreren großen Studien und Publikationen zu dem Thema beteiligt.

(Redaktion)


 


 

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