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Jahreswechsel

Feuerwerke an Silvester - ein aufregender aber auch gefährlicher Spaß

Nun steht der Verkauf von Silvesterböllern wieder unmittelbar bevor. Der Verkauf von Silvesterkrachern beschränkt sich auf die letzten drei Tage des Jahres (Donnerstag, den 29. Dezember 2011, bis Samstag, den 31. Dezember 2011). Geschossen werden darf allerdings nur am 31. Dezember und am 1. Januar.

Die ersten Feuerwerke gab es wahrscheinlich zwischen dem frühen 11. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert in China. Diese zeichneten sich jedoch noch nicht durch einen Licht-, sondern nur durch einen Knalleffekt aus. Im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich dann in Italien aus der Nutzung von Schwarzpulver eine eigenständige Feuerwerkskunst. Von Italien aus begann dann der Siegeszug des Feuerwerks über ganz Europa. Heute sind „Privatfeuerwerke“ vor allem an Silvester und Neujahr üblich, aber auch zu besonderen Anlässen  wie Hochzeiten oder runde Geburtstage werden sie gezündet.

So steht er Verkauf von Silvesterböllern jetzt wieder unmittelbar bevor. Der Verkauf von Silvesterkrachern beschränkt sich auf die letzten drei Tage des Jahres. In diesem Jahr sind es drei volle Werktage, nämlich von Donnerstag, den 29. Dezember 2011, bis Samstag, den 31. Dezember 2011. Geschossen werden darf allerdings nur am 31. Dezember (Silvester) und am 1. Januar (Neujahr). Zum Schießen bzw. Böllern sollte aus Sicherheitsgründen aber nur geprüftes Feuerwerk genutzt werden, denn ungeprüfte Silvester-Knaller – die kommen meist aus dem Ausland - können nicht sachgerecht hergestellt worden sein und bergen daher ein besonderes Sicherheitsrisiko. 

Trotz vieler Sicherheitsvorgaben kommt es auch bei zertifizierte Knallkörpern am Jahreswechsel immer wieder zu Unfällen – wegen unsachgemäßer Handhabung oder infolge von Unachtsamkeiten (zu langes Abwarten bei Knallkörpern in der Hand, Wiederaufnahme abgebrannter, aber nicht gezündeter Feuerwerkskörper in die Hand, Hinwerfen in die Nähe von Passanten, Kindern oder Haustieren etc.) . Abgerissene Finger, Brandwunden und Erblindungen können die Folge sein. Besonders Kinder und Jugendliche, aber auch unbeaufsichtigte Haustiere kommen dabei immer wieder in Mitleidenschaft.  Der Kauf von Feuerwerkskörpern ist in der Regel erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt. Der Käufer sollte stets auf die offizielle Zulassungsnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung achten (Angabe auf der Verpackung, zum Beispiel BAM-P II-0537).

Übrigens: Für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder runde Geburtstage sind Sondergenehmigungen der zuständigen Behörden erforderlich. Eine solche Genehmigung zu bekommen ist nicht immer ganz einfach, da der Anwohnerschutz (wegen Lärm und Abfall) hierzulande eine hohe Bedeutung hat.  

Auch aus Sicht der Umweltschützer sind Feuerwerke nicht ganz unbedenklich, da sich insbesondere abgebrannte Raketen, die nach dem Zünden nicht wieder eingesammelt werden, im Laufe der Zeit zersetzen und dabei schädliche und giftige Stoffe an die Umwelt abgeben können. 

Es gibt grundsätzlich vier Gefahrenklassen für Feuerwerkskörper:

Die niedrigste Klasse – Klasse Nummer 1 (Kleinstfeuerwerk) – lässt den ganzjährigen Verkauf zu (kleinere Knallfrösche, Wunderkerzen und ähnliches). Diese entzündbaren Feuerwerkskörper der Klasse 1 tragen aber einen wichtigen Hinweis: "Abgabeempfehlung: ab 12 Jahre, Kinder unter 2 Jahren ist die Verwendung nur unter Aufsicht von Erwachsenen erlaubt. Um Gefährdungen zu vermeiden, ist die Verwendung nur gemäß Gebrauchsanweisung erlaubt." 

Zur Klasse 2 (Kleinfeuerwerk)gehören die typischen Silvesterknaller und –raketen, die nur zwischen dem 29. und 31. Dezember verkauft werden dürfen, deren Verkauf nur an über 18-Jährige erlaubt ist und deren Einsatz ausschließlich am 31.12. und 01.01. zulässig ist (z.B. Chinaböller, Kanonenschläge und kleinere Raketen).  Pyrotechnische Gegenstände der Klasse 2 dürfen nur in festen Verkaufsräumen gelagert und verkauft werden. Luftheuler, die sich durch ihren Rückstoß selbst fortbewegen, sind wegen ihres unkontrollierbaren Flugverhaltens ab dem Jahre 2006 in Deutschland verboten. 

Die Gefahrenklasse 3 beinhaltet Feuerwerkskörper, die nur an lizensierte Pyrotechniker verkauft werden dürfen. Und bei der Klasse 4(Großfeuerwerk) sind die Vorschriften noch etwas strenger. Die Sprengkörper, die zu dieser Gefahrenklasse gehören, sind die größten. Sie sind ausschließlich für Großfeuerwerke gedacht (Sprengsätze wie zum Beispiel Kugelbomben und Großraketen). Feuerwerkskörper der Klasse 4 dürfen außerdem nur gegen Vorlage eines Befähigungsscheines nach § 20 SprengG in Verbindung mit einer Erlaubnis nach § 7 oder § 27 SprenG abgegeben werden.

Generell sollte man darauf achten, dass man sein Feuerwerk von einem Händler bezieht, der auch Feuerwerkskörper verkaufen darf. Privatpersonen ist es in Deutschland seit dem Jahr 2005 sogar verboten, Feuerwerkskörper zu importieren. Dies dürfen nur lizenzierte Fachbetriebe tun.

(Redaktion)


 


 

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