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Social Media erleichtert die Jobsuche

Wer die sozialen Medien einzusetzen weiß, hat es bei der Jobauswahl leichter - so das Resümee eines aktuellen Berichts der New York Times. Ohne eigenes, ansprechendes Profil würde man mittlerweile bei vielen Firmen nicht mehr in die engere Bewerberauswahl kommen. Gerade für Management-Positionen sei ein aussagekräftiger Account sehr wichtig. Deutsche Experten teilen diese Meinung jedoch nicht uneingeschränkt.

Die Bedeutung sozialer Kanäle für Unternehmen ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Führungskräfte, die einige Jahre nicht mehr gearbeitet haben, werden beim Wiedereinstieg ins Berufsleben mit einer veränderten Realität konfrontiert. In den USA gibt es daher mittlerweile eine ganze Industrie, die behauptet, wichtige Social-Media-Fertigkeiten in kurzer Zeit vermitteln zu können.

"Die technischen Fertigkeiten sind keine große Hürde, da die großen Plattformen sehr einfach zu bedienen sind. In gewissen Branchen, etwa Marketing, ist der Umgang mit sozialen Medien inzwischen unerlässlich. In traditionellen Gewerben wie der Metallverarbeitung sehe ich aber keinen großen Vorteil in Mitarbeitern, die twittern können. Die jungen Menschen von heute werden, wenn die Entwicklung von Social Media weiter in dieselbe Richtung verläuft, niemanden mehr brauchen, der ihnen erklärt, wie die Netzwerke funktionieren", sagt Michael Maier, Herausgeber der Deutschen Mittelstandsnachrichten.

In den USA werden von Universitäten und privaten Einrichtungen Kurse angeboten, die den Teilnehmern dabei helfen, auf der Höhe der Zeit zu bleiben und keine neue Entwicklung zu verpassen. Auch in unseren Breiten sprießen die Social-Media-Fortbildungsangebote wie Pilze aus dem Boden.

"Andere Qualifikationen sind, glaube ich, mindestens genauso wichtig. Ein Mitarbeiter, der Twitter beherrscht, aber unfähig ist, ein Telefonat zu führen, ist unbrauchbar", sagt Maier.

Essenziell für Jobsuche

Wer sich nicht auskennt in der Welt der sozialen Netzwerke, hat nicht nur im Berufsleben einen schwereren Stand, sondern wird schon bei der Einstellung benachteiligt. Ein Auftritt bei Business-Plattformen wie Xing oder LinkedIn ermöglicht es, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, bietet Möglichkeiten zum Knüpfen von Kontakten und liefert teilweise exklusive Jobangebote.

"Für die Recherche im Vorfeld ist ein Account nützlich, wie Jobs in Zukunft ausgeschrieben werden, bleibt aber abzuwarten. In der Praxis wird sich vermutlich ein Mix aus verschiedenen Formen durchsetzen. Ich glaube, dass die sozialen Netzwerke hier überschätzt werden", so Maier.

(Redaktion)


 


 

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