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Sportboothäfen

Mehr Qualität: „ADAC Steuerräder“ und „Gelbe Welle“ für Sportboothäfen

Die Sportboothäfen entlang der Elbe zwischen Hamburg und Wittenberge werden im Laufe der nächsten zwei Jahre mit den ADAC-Steuerrädern klassifiziert. Dies ist das zentrale Ergebnis des ersten Workshops der Sportboothafenbetreiber im Projekt „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“.

Zusätzlich erhalten ausgewählte Häfen das wassertouristische Willkommensschild „Gelbe Welle“. Beides zielt darauf ab, Motorbootfahrern Qualität zu signalisieren und Orientierung zu geben.

Auf dem Elbabschnitt zwischen Hamburg-Bergedorf und Wittenberge gibt es 36 Sportboothäfen, die mit rund 1.700 Liegeplätzen, davon 350 für Gäste, ein großes und vielfältiges Angebot bieten. Beim Workshop vertreten waren unter anderem Betreiber aus Stove, Stiepelse, Artlenburg, Hitzacker, Alt-Garge und Neu-Darchau, um die aktuelle Situation und Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Häfen und ihrer Angebote für Dauerlieger, aber auch für Gäste zu beraten.

Drängendstes Problem der überwiegend als Verein oder von den Kommunen betriebenen Bootshäfen ist die Verschlickung und Versandung der Hafeneinfahrten, deren Beseitigung hohe Kosten verursacht. Als weitere Herausforderungen nannten die Hafenbetreiber die besonderen baulichen Anforderungen durch regelmäßige Hoch- und Niedrigwasser, die oft unzureichende finanzielle und personelle Ausstattung insbesondere der Vereine, aber auch die besonderen genehmigungsrechtlichen Belange, die in den Biosphärenreservaten gelten.

Die Zielsetzungen des Projekts „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“ wie die Weiterentwicklung der Sportboothäfen in Sachen Infrastruktur und Servicequalität sowie die stärkere Öffnung und Vermarktung gegenüber Touristen wurde von alle Anwesenden als wichtig und positiv gewertet.

Zentrale Maßnahme dabei: Die Klassifizierung der Häfen mit den ADAC Steuerrädern, die durch die Bundesinitiative zur Stärkung des Wassertourismus in Deutschland eine besondere Aufwertung erfahren haben und zukünftig ein Klassifizierungssystem im Motorboottourismus sind.

Axel Brinkmann, Referent Wassertouristik und Sportschifffahrt und Redaktionsleiter des ADAC- Marinaführer aus München, dazu „ Die Steuerräder werden in zwei Kategorien verliehen: einmal in Bezug auf das Angebot für die Crew und in Bezug auf die Serviceleistungen für das Boot. Dabei sind Mindestkriterien zu erfüllen, wie z.B. mindestens zwei deutlich gekennzeichnete Gastliegeplätze, Stromversorgung, sanitäre Anlagen, Wasser- bzw. Trinkwasseranschluss oder Möglichkeiten zur Müllentsorgung. Wichtig auch: ein sauberer und ordentlicher Gesamteindruck sowie touristische Informationen.“ Dafür ist eine Lösung für die gesamte Projektregion vorgesehen. So sollen neben der „Gelbe Welle“-Beschilderung für Wassertouristen auch einheitliche Tafeln über den Hafen, die Elbe, die Biosphärenreservate und Naturparks sowie die touristischen und gastronomischen Angeboten in unmittelbarer Umgebung informieren.

Der ADAC erfasst gegenwärtig die Daten der Sportboothäfen der Region. Die Klassifizierung und der Basiseintrag im ADAC-Marinaführer sind kostenfrei. Für die Auszeichnung mit den Steuerrädern ist die unangemeldete Besichtigung des Sportboothafens durch einen ADAC Inspekteur erforderlich, die voraussichtlich ab Frühjahr 2013 starten wird.

Weiterer wichtiger Punkt im Workshop war die Kommunikation der Angebote. Neben den Informationen vor Ort werden alle Angebote gebündelt auf der neuen Website www.kurs-elbe.de dargestellt, die Ende des Jahres live gehen soll. Von dort können Bootstouristen zukünftig nicht nur Daten zu den Sportboothäfen und den Orten abrufen, sondern sich auch direkt auf den ADAC Marinaführer bzw. digitalen Törnplaner weiterverlinken lassen. Auch ist ein „Pocketplaner Sportboothäfen“ in Arbeit, eine praktische Faltkarte im Hemdentaschenformat, auf der neben der Karte auch alle Häfen mit ihren Kontaktdaten, Liegeplatzangeboten und Ausstattungsmerkmalen dargestellt werden. Der Pocketplaner soll im Rahmen von Präsentationen und Promotionaktionen der beteiligten Tourismus-Partner eingesetzt werden.

Am Ende des Workshops stand bei allen Teilnehmern der Wunsch, sich aktiv für die Weiterentwicklung des eigenen Hafens zu engagieren, stärker zu kooperieren als bisher und dabei noch mehr Partner wie Sportboothafenbetreiber, Kommunen, Genehmigungsbehörden und Vermarktungspartner mit ins Boot zu holen.

Das Projekt „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“ ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Lüneburg, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Herzogtum Lauenburg, Ludwigslust-Parchim, Prignitz und des Bezirks Hamburg-Bergedorf. Ziele sind die Stärkung des Wassertourismus an der Elbe, bessere Rahmenbedingungen für die Anbieter, neue, abgestimmte Produkte und bessere Information und Vermarktung. Projektstart war im Januar 2012, das Projekt läuft noch bis Frühjahr 2014. 

(Redaktion)


 


 

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