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Tag des Mittelstands

Mittelständler und Politiker im Gespräch über Finanzierung, Förderungen und Flächennutzung

Die Handelskammer Hamburg hatte am 9. Oktober 2014 zum 11. Tag des Mittelstands geladen. Hochrangige Vertreter der Hamburger Wirtschaft diskutierten im Leo-Lippmann-Saal der Finanzbehörde mit dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und den Vorsitzenden der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien über die für den Mittelstand relevanten Themen.

„Der Mittelstand ist maßgeblich für die gute wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs. Wir haben – wie zu Beginn der Legislaturperiode zugesichert – die Hamburgische Investitions- und Förderbank gegründet, mit der wir die positive Wirkung der Hamburger Förderpolitik verstärken“, sagte Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Strategische Flächenmanagement der Stadt stelle laufend die zukünftige Gewerbeflächennachfrage den vorhandenen Potenzialen gegenüber. So sei es möglich, schneller auf Veränderungen zu reagieren, und stabilere Prognosen über die zukünftige Gewerbeflächenentwicklung zu erhalten, so Scholz weiter. Positiv bewertete Scholz zudem die Entwicklung zu einer wirtschaftsfreundlicheren Verwaltung. In enger Abstimmung mit den Kammern, dem Verband Freier Berufe und anderen Verbänden erweitere die Stadt laufend das E-Government-Angebot in der Hamburger Verwaltung – zum Beispiel um Online-Behördengänge, den einheitlichen Ansprechpartner und Antragstellungen im Internet.

„Das Angebot an Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in Hamburg ist wettbewerbsfähig, aber insbesondere kleine und mittlere Unternehmen erhalten nur sehr schwer einen Überblick darüber“, sagte Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer mit Verweis auf eine Umfrage unter den Teilnehmer der Veranstaltung. Eine erste Orientierungshilfe biete die Handelskammer mit dem Finanzierungssprechtag. In der Investitions- und Förderbank sieht Melsheimer eine Möglichkeit, die Finanzierung noch besser an den Bedarfen der Hamburger Wirtschaft auszurichten. „Durch die Kooperation zwischen unserer Handelskammer und der der Investitions- und Förderbank werden wir an maßgeschneiderten Angeboten für mittelständische Unternehmen arbeiten.“

Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, sprach die Konkurrenz um Flächen zwischen Wohnungsbau und Gewerbe an: Bezirkliche Gewerbeflächenkonzepte und die Gewerbeflächenbedarfsstudie für ganz Hamburg trügen zur Bestandssicherung bei. Dennoch sehe die Kammer die Gefahr, dass das Gewerbe bei den ehrgeizigen Wohnungsbauprogrammen den Kürzeren ziehen wird. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass neue Flächenangebote geschaffen werden, beispielsweise, wie Gewerbebetriebe in mehrgeschossigen Gebäuden ‚gestapelt‘ werden können. Ein Pilotprojekt ist der Handwerkerhof am Offakamp, so der Kammerpräsident.

Für die Belange der Freiberufler sprach Ute Mascher, Vorsitzende des Verbands Freier Berufe: „Wirtschaftsfreundlich heißt auch freiberuflerfreundlich. Die Verwaltung muss Freiberufler wie alle anderen Unternehmer auch serviceorientiert und möglichst gebündelt bei erforderlichen Schritten begleiten. Um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft dynamisch zu halten, sind vor allem die Arbeitgeber von morgen – sprich Gründer – von Bürokratie zu entlasten. Dies gilt auch für Unternehmensnachfolger, die bereits von Tag eins der Übernahme an Arbeitgeber sind.“

(Redaktion)


 


 

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