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Übernachtungszahlen

Landeshauptstadt bremst Wirtschaftswachstum

Der Wirtschaftsfaktor Tourismus hat für Schwerin eine besondere Bedeutung. Sinkende Übernachtungszahlen in 2012 und dem 1. Halbjahr 2013 verdeutlichen, dass die Landeshauptstadt eine Marketingoffensive braucht, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.

Stattdessen werden die unternehmerischen Marketingaktivitäten mit der geplanten Einführung einer Bettensteuer erschwert.

„Wir sind uns alle im Klaren, dass Schwerin für eine Haushaltskonsolidierung Anstrengungen unternehmen muss, die weh tun“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. Durch den Austritt aus dem Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin, womit die Landeshauptstadt 40.000 Euro sparen will, sei die Tourismusbranche bereits starke betroffen. „Die Einführung einer Bettensteuer beraubt Schwerin einer Einnahmequelle von morgen“, so Eisenach weiter. Laut Tourismuskonzeption erwirtschaftet die Branche unmittelbar und mittelbar eine Wertschöpfung von rd. 95 Mio. Euro. Eine Steigerung der Übernachtungszahlen würde sich über höhere Gewerbeerträge auch im Handel, bei Handwerkern und Dienstleistern für die Stadt auszahlen. Eine Abgabe i.H.v. 5 Prozent des Übernachtungspreises schreckt dagegen die preisbewussten Reisegruppenveranstalter und Individualreisende ab. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die Branche ihre Marketingaktivitäten, die Schwerin bundesweit bekannter machen, reduzieren werde.

Dabei habe die Landeshauptstadt bereits sinkende Übernachtungszahlen verbucht, während der Städtetourismus allgemein Zuwächse verzeichnet. „Schwerin hat eine Marketingoffensive dringend nötig. Die Anstrengungen der Unternehmen werden aber durch eine einseitige und nicht zweckgebundene Abgabe konterkariert“, ist sich der Eisenach sicher.
„Wir fordern deshalb alle Stadtvertreter auf, für und nicht gegen eine Steigerung der Touristenzahlen in Schwerin zu arbeiten. Dies erhöht die Gewerbeerträge und die Anzahl der Arbeitsplätze. Es ist wichtig, dass die Stadtvertreter die Einführung der sogenannten Kulturförderabgabe auf ihrer Sitzung am 21. Oktober ablehnen“, so Eisenach abschließend.

(Redaktion)


 


 

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