Sie sind hier: Startseite Mecklenb.-Vorpommern
Weitere Artikel
Bildungsforum

Bund unterstützt internationales Bildungsforum zum aktiven Altern in Greifswald

„Oma, du weiß aber viel!“ – aktive Senioren wollen sich einbringen: Bund unterstützt internationales Bildungsforum zum aktiven Altern in Greifswald

Viele Menschen, die den Ruhestand erreicht haben, sind noch fit und aktiv. Sie wollen sich mit ihren Erfahrungen ins gesellschaftliche Leben einbringen. Mit einem internationalen Bildungsforum vom 4. bis 6. September will die Universitäts- und Hansestadt Greifswald darum die Potentiale des aktiven Alters aufzeigen. Greifswald hatte sich mit diesem Projekt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben und als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern den Zuschlag bekommen. Zur Finanzierung erhält die Stadt 13.000 Euro.Im Mittelpunkt des dreitägigen Forums stehen Workshops, Fachvorträge und Beiträge aus den Partnerstädten Goleniow, Szczecin, Lund, Tartu und Osnabrück. Begleitet wird es von zahlreichen Angeboten unterschiedlicher Einrichtungen. „Wir wollen zeigen, welche Potentiale ältere Menschen haben und alte Klischees abbauen. Es geht darum, voneinander zu lernen und die Stärken der jeweiligen Generation zu nutzen.“, betont Ines Gömer, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt Greifswald. „gemeinsam mit den Einwohnern der Stadt und der Umgebung, aber auch mit unterschiedlichen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Soziales und Bildung wollen wir eine veränderte Kultur des aktiven Alterns aufzeigen und Veränderungen anstoßen.“

Eröffnet wird die Veranstaltung am Dienstag im Alfried-Krupp-Kolleg von Elvira Henke, Regierungsdirektorin im Landesministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales. Parallel dazu können sich jetzige und künftige Senioren von 10 bis 15 Uhr auf einer Messe erkundigen, welche Betätigungsmöglichkeiten es in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport, Gesundheit und Freizeit gibt. Am Mittwoch stellen beispielsweise die Fachhochschule Neubrandenburg ihre „SeniorenHochschule“ und die Greifswalder Stadtbibliothek die „Computerschule“ vor, die Volkshochschule bietet Schnupperstunden am Computer und für Polnisch an. Bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstag im Konferenzsaal der Universität debattiert unter anderem Ex-Bundesminister Walter Riester über das Thema „Altersarmut“.

Für die kostenlosen Veranstaltungen kann man sich anmelden. Möglich ist das im Internet unter www.greifswald.de, per Mail bei GSB@greifswald.de oder man nutzt einfach die Rückseite des Programmflyers. Diesen gibt es ebenfalls im Internet und an der Infotheke im Rathaus.

Parallel dazu wird ein Dialog zwischen den Generationen geführt. Schüler der Kollwitz-Grundschule und der Krull-Grundschule befragen die ältere Generation nach ihrem Leben und ihren Wünschen und umgekehrt. Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums gestalten eine Ausstellung zum Thema Altersbilder.

Gemeinsame Organisatoren des Projektes sind die Universitäts- und Hansestadt, das  Mehrgenerationenhaus, das Quartierbüro Schönwalde II und der Seniorenbeirat.

Hintergrund:Der Europäische Rat hat gemeinsam mit dem EU-Parlament das Jahr 2012 zum "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen. Greifswald hatte sich mit einem Projekt beworben und als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern  den Zuschlag bekommen. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald gehört zu insgesamt 46 Städten bundesweit, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden. Mehr als 300 Projektideen waren eingereicht worden.

Auch Greifswald muss sich dem demografischen Wandel stellen: so lebten Ende 2011 knapp 11.000 Bürger in der Stadt, die 65 Jahre oder älter waren. Im Jahr 2000 waren es nur rund 7.600. Bis 2020, so die stadteigene Prognose, wird die Zahl rapide steigen. Dann wird der Anteil der über 65-Jährigen bereits bei 29 Prozent liegen.

Immerhin mehr als 30 Seniorenorganisationen, Vereine und Verbände gestalten in der Universitäts- und Hansestadt mit und für Senioren die Freizeit und deren Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben. Viele von ihnen engagieren sich im Seniorenbeirat, dem 21 Vereine und Verbände sowie 4 Einzelkandidaten angehören.

Weitere Informationen unter: www.ej2012.de
 --------------------------------


(Redaktion)


 


 

Greifswald
Senioren
Universitätsund Hansestadt Greifswald
Projekt
Altern
Bildungsforum
Generation
Bundesministerium
Leben
Kultur

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Greifswald" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: