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Stromnetze

Wirtschaft fordert Augenmaß beim Ausbau regionaler Stromnetze

„Wir unterstützen die Auffassung der Landesregierung, dass der Ausbau der großen Stromtrassen wie auch der Verteilernetze die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre im Rahmen der Energiewende sein wird....

.....Dazu ist der Schulterschluss der norddeutschen Länder ein wichtiges Signal“, bewertete heute (Dienstag, 31. Juli 2012) Hans-Dieter Bremer, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern, die gestrige Ankündigung des Ministerpräsidenten, die regionalen Stromnetze weiter auszubauen und zu modernisieren.

Bremer kritisierte in diesem Zusammenhang, dass jedoch bislang jedes norddeutsche Bundesland noch seine eigene Energiestrategie verfolge. Auch die Rekommunalisierung von Energieunternehmen sehe er eher kritisch.

„Rekommunalisierung, zum Beispiel der WEMAG, als vollen Erfolg zu verkaufen, halte ich für ziemlich sportlich. Die öffentliche Hand ist nicht per se der bessere Unternehmer, wie die Beispiele deutscher Flughafen-Projekte oder völlig unterschiedlicher Wasser- und Abwasserpreise bei den Zweckverbänden im Land zeigen“, schätzt Verbände-Präsident Bremer ein.

Zudem kämen mit der Verschärfung der Bonitätsregeln von Basel III auch auf die Kommunen erhebliche Anforderungen zu. Die meisten Kommunen hätten ohnehin kein Geld, um sich an bestehenden oder neuen Projekten zu beteiligen. Die Rekommunalisierung könne aus Bremers Sicht niemals die finanziellen Lasten tragen, die ein Ausbau der Netze koste.

Für die privaten und gewerblichen Stromkunden ziehen nach Bremers Auffassung die angestrebten dezentralen Anlagen auch eine Erhöhung der Netzentgelte nach sich.

„Unsere Unternehmen und Verbände begrüßen jeden konstruktiven Schritt zur Umsetzung der Energiewende. Allerdings muss klar sein: Wirtschaft und Bürger brauchen weiterhin verlässlichen und bezahlbaren Strom. Erneuerbare Energien allein sind aber noch nicht grundlastfähig. Die Umsetzung der Energiewende muss daher durch ein Monitoring begleitet und mit einem Projektmanagement koordiniert werden, das auch rechtzeitige Korrekturen ermöglicht“, äußerte Bremer abschließend mit Blick auf eine angekündigte Erhebung des Energieministeriums, die gemeinsam mit Energieversorgern und der Universität Rostock den Ausbaubedarf der regionalen Verteilernetze ermitteln soll.

(Redaktion)


 


 

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