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Innovationstag

Hightech in Holz aus Wismar

Auf der größten bundesdeutschen Leistungsschau des forschenden Mittelstands ist Mecklenburg-Vorpommern auch mit einer aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Top-Entwicklung aus der holzverarbeitenden Industrie dabei.

Das in Wismar ansässige NEMO-Netzwerk "Timbernik.net", in dem sieben regionale Unternehmen gemeinsam Technologien für die Holzindustrie entwickeln, zeigt eine vollautomatische CNC-Fräsmaschine der neuesten Generation. Der Clou: Die Hightech-Maschine ist komplett aus Holz bzw. Holzverbundwerkstoffen zusammengesetzt. Auf der alljährlich stattfindenden branchenübergreifenden Open-Air-Veranstaltung in Berlin-Pankow werden Ende Juni rund 200 Exponate aus der bundesdeutschen Industrieforschung präsentiert.

Die innovative Maschine zum Fräsen, Bohren und Schleifen von Holzwerkstoffen und Kunststoffen wurde so konzipiert, dass eine maximale Flexibilität gewährleistet ist und filigrane bis mittelschwere Arbeiten ausgeführt werden können. Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie -genauigkeit seien mit den Leistungen von herkömmlichen Anlagen vergleichbar, so der Netzwerkpartner ICA Industrial Control & Automation GmbH. Wie das Unternehmen mit Sitz im Wismarer Technologiezentrum am Alten Hafen weiter mitteilte, wird die Neuentwicklung preislich günstig sein, so dass auch kleinere Betriebe der holzverarbeitenden Industrie in entsprechende CNC-Technik investieren können.

Mit über 260 geförderten Projekten (Stand Anfang Mai) liegt das Bundesland im Nordosten im bundesweiten Vergleich im „ZIM-Ranking“ auf Platz zwölf. Seit Start des Programmes im Sommer 2008 wurden für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem nordöstlichen Bundesland mehr als 34 Millionen Euro bewilligt.

Das ZIM-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist ein in Europa einzigartiges Förderinstrument für mittelständische Kooperationsforschung (KOOP), einzelbetriebliche Projekte (SOLO) und Unternehmensnetzwerke (NEMO). Gut 19.000 Anträge in knapp drei Jahren zeugen von der außerordentlich starken Nachfrage im gesamten Bundesgebiet.

Im Vorjahr wurden rund 6.500 Innovationsprojekte mit 800 Millionen Euro bewilligten Fördermitteln für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen angeschoben. Allein das von der AiF Projekt GmbH als Projektträger von ZIM-KOOP verantwortete Modul brachte es dabei auf 4.300 Vorhaben. Diese Dynamik soll mit der Technologieoffensive fortgeschrieben werden. Erklärtes Ziel des BMWi ist es, bis 2013 den Technologiehaushalt von zuletzt 2,3 auf 2,8 Milliarden Euro zu erhöhen – eine Verdopplung binnen zehn Jahren. In diesem Rahmen soll auch die Mittelausstattung von ZIM von 313 Millionen Euro im Jahr 2010 auf geplant 528 Millionen Euro steigen.

Informationen: AiF Projekt

(Redaktion)


 


 

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