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Zahnersatz

Wie der Werkstoff Zirkondioxid in wenigen Jahren zum Standard für Brücken und Kronen wurde

Kronen und Brücken gehören zum Altagsgeschäft von Zahnärzten. Traditionell werden Verblend-Metall-Keramik-Arbeiten vom Zahnlabor angefertigt. Doch die haben viele gesundheitliche und ästhetische Nachteile. Besser sind Vollkeramikblenden aus Zirkondioxid. Ronald Lange aus Bous hat vor mehr als 10 Jahren als einer der ersten Zahntechnikermeister in Deutschland diesen Werkstoff empfohlen und in seinem Labor verarbeitet. Mittlerweile wird das Material praktisch von allen Zahnärzten empfohlen.

„Vor 10 Jahren musste ich immer weite Strecken zurücklegen, um die wichtigsten Anbieter zu suchen und den wichtigen Wissensaustausch mit anderen Experten zu ermöglichen.“, erinnert sich Zahntechnikermeister Ronald Lange an die Anfänge zurück. „Man war damals bei weitem nicht so gut vernetzt wie heute.“

Vielen Unkenrufe zum Trotz, die dem Zirkondioxid in der Zahntechnik keine große Zukunft vorhergesagt haben, war sich Lange sicher, dass sich das Material ob seiner vielen Vorteile als Alternative zu Edelmetallen wie Gold und Platin durchsetzen würde.

Der Geschäftsführer des Dentallabors Lange in Bous behielt Recht: Heute wird die Vollkeramik für Kronen und Brücken von nahezu jedem Zahnarzt empfohlen. Im Gegensatz zu den meisten von ihnen verfügt Lange jedoch über ein umfassendes Know-how aus mittlerweile 13 Jahren Berufserfahrung mit Zirkondioxid.

Für Allergiker erste Wahl

Vor allem bei Allergikern gilt die Vollkeramik oftmals als letzte Rettung. „Zirkondioxid zeichnet sich durch eine optimale Biokompatibilität aus.“, erklärt Lange. „Das Risiko allergischer Reaktionen ist gleich Null. Zudem 'wächst' das Zahnfleisch geradezu an den Zahnersatz an.“

Dadurch entsteht, im Gegensatz zu herkömmlichen Alternativen, kein Spalt zwischen Zahnfleisch und Brücke bzw. Krone, in dem sich Bakterien ansammeln könnten. Durch die extrem glatte Oberfläche des Zirkondioxid bleiben Bakterien nur schwer daran haften, was für einen weiteren Schutz vor Parodontose sorgt.

Aktuelle Studien belegen, dass Personen, die mit Zirkondioxid behandelt wurden ein deutlich gesünderes Zahnfleisch aufweisen als Patienten deren Zahnersatz aus herkömmlichen Stoffen hergestellt wurde.

Lichtdurchlässigkeit ist wie bei einem echten Zahn

Auch wenn der gesundheitliche Vorteil bei weitem überwiegt, sollten auch die ästhetischen Aspekte nicht unbeachtet bleiben: „Kronen und Brücken aus Zirkondioxid sind sind aus Gründen der Asthetik immer den Metallen vorzuziehen. Im Gegensatz zu Letzteren spiegelt die Vollkeramik das Licht nämlich nicht zurück, sondern entspricht in der Lichtdurchlässigkeit einem echten Zahn.“, weiß Lange.

Farblich lassen sich Brücken und Kronen aus Zirkondioxid ebenfalls perfekt an die eigenen Zähne anpassen. Selbst bei kritischen Lichteinfall entgeht Außenstehende meist, dass es sich nicht mehr um die richtigen Zähne handelt: „Die berühmt-berüchtigten Trauerränder beim Lächeln, treten dank Zirkondioxid ebenfalls nicht auf.“

„Kraftvoll zubeißen lässt sich mit Zirkondioxid übrigens auch: Während normale Vollkeramik eine Stabilität von rund 200 Megapascal aufweist, überzeugt Zirkondioxid mit 1200 mpa!“, ergänzt Lange die Vorteile um einen weiteren Punkt.

Was Zirkondioxid kostet und wie man es anfertigt

„Die Anfertigung von Kronen und Brücken aus Zirkondioxid ist derzeit noch bedeutend teurer als bei den metallischen Alternativen.“, gibt Lange zu. „Allerdings relativiert sich dies wieder durch den immens hohen Materialpreis des Goldes. Dadurch wird der Zahnersatz aus Vollkeramik im Endeffekt doch wieder günstiger für den Kunden.“

Die hohen Herstellungskosten entstehen dadurch, dass die Fräsgeräte zur Anfertigung des Zahnersatzes aus Zirkondioxid sehr teuer sind: „70.000 bis 80.000 Euro Anschaffungskosten müssen Labore mindestens einkalkulieren, um eine qualitativ den Ansprüchen genügende CAD/CAM-Fräse zu bekommen.“, so der Zahntechnikermeister aus Bous.

Kunden in ganz Deutschland

Aus diesem Grund verzichten viele Zahnärze und -techniker auf diese kostspielige Anschaffung und arbeiten mit spezialisierten Anbietern, wie etwa dem Experten aus Bous, zusammen.

„Wir arbeiten überregional mit mehr als 50 Zahnärzten zusammen.“, sagt der Geschäftsführer des Dentallabors in Bous. „Jährlich legen unsere Fahrer mehr als 280.000 Kilometer zurück, um unsere Partner mit den Spezialanfertigungen für ihre Patienten zu versorgen.“

Das Einsetzen der Kronen und Brücken kann dann vor Ort erfolgen, was für die Patient-Arzt-Beziehung von großem Vorteil ist. Zirkondioxid lässt sich nämlich mit handelsüblichen Techniken und einem allen Zahnärzten geläufigen Spezial-Zement einsetzen.

Weitere Informationen zum Thema Zirkondioxid in der Zahntechnik unter: www.dentaletechnik-ronaldlange.de

(Redaktion)


 


 

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