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  • 14.10.2019, 21:55 Uhr
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  • Deutschland
Mittagspause

Die Büroküche – Tipps gegen das Chaos

In der Mittagspause ist meistens nur wenig Zeit, außer Haus etwas zum Essen zu holen und dann noch in Ruhe zu essen. Viel einfacher ist es, etwas mitzubringen und es in der Büroküche schnell zuzubereiten oder warm zu machen.

Im Gegensatz zur Küche zu Hause ist die Büroküche in erster Linie dazu gedacht, um Kaffee zu kochen, um eine schnelle Mahlzeit zuzubereiten oder sich mit den Kollegen zu einem kleinen, meist sehr informativen Plausch zu treffen. Voraussetzung dafür ist die richtige Ausstattung der Küche, die notwendigen Küchenutensilien und die richtigen Einbaugeräte.

Die Küche - Kommunikationstreff

In vielen Unternehmen ist heute eine Küche vorhanden, zumindest eine Teeküche. Doch die meisten Küchen sind nicht richtig ausgestattet. Da die Küche auch Treffpunkt ist, sollten die Mitarbeiter sich dort wohlfühlen können. So kommen sie fast automatisch eher miteinander ins Gespräch, können gemeinsam bei einer Tasse Kaffee Ideen entwickeln und als Team noch besser zusammenwachsen.

Nicht nur die Mitarbeiter profitieren von einer gemütlichen Büroküche, sondern das gesamte Unternehmen. Ein positives Arbeitsklima fördert sowohl Kreativität wie auch Produktivität der Mitarbeiter. Das wirkt sich am Ende positiv auf den Unternehmenserfolg aus. Wenn Unternehmen eine Küche planen, sollten sie besonderes Augenmerk auf die Ausstattung legen. Damit es später wegen ungespülter Kaffeetassen keinen Ärger gibt, nachfolgend ein paar Tipps, um Konfliktsituationen zu entschärfen oder ganz zu vermeiden.

Von Anfang an – Ordnung muss sein

Damit nicht regelmäßig viel Zeit beim Suchen verloren geht, ist es notwendig, dass alles seinen festen Platz hat. Das gilt für die Schränke, die Arbeitsflächen und für den Kühlschrank. Dazu bietet es sich an, von Anfang an alle Schubladen und Schranktüren mit entsprechenden Schildchen zu versehen, auf denen aufgelistet ist, was sich im jeweiligen Schrank befindet. So sollten beispielsweise Gläser, Tassen, Teller, Schüsseln, Besteck, Getränke und Geschirrtücher einen fest zugewiesenen Platz haben. Natürlich lässt sich diese Aufzählung an den Gegebenheiten im Unternehmen anpassen und sinnvoll ergänzen. Wenn von Anfang an Ordnung herrscht, ist es leichter, diese auch beizubehalten. Das animiert die Mitarbeiter unter Umständen dazu, das dreckige Geschirr nicht einfach nur auf einer freien Fläche abzustellen.

Wer spült das Geschirr – oftmals Streitpunkt in der Büroküche

Sauberes Geschirr ist wichtig in der Küche. Wer keinen Teller, kein Besteck oder keine frische Tasse findet, kann sein Essen nicht warm machen, sondern muss zunächst Geschirr spülen. Das schmutzige Geschirr sollte nicht in der Küche herumstehen. Jeder Mitarbeiter muss sich für sein schmutziges Geschirr verantwortlich fühlen, es in die Spülmaschine räumen und diese dann auch einschalten, wenn sie voll ist.

Dabei kann ein Schild helfen, dass der Chef an der Spülmaschine anbringt. Es sollte die Mitarbeiter freundlich auffordern, auch mal selbst aktiv zu werden und die Spülmaschine ein- oder auszuräumen und das Geschirr wieder an seinen Platz zu stellen. Wenn alle als Team denken und handeln, steigert das die Zufriedenheit insgesamt, sodass ein besserer Arbeitsfluss gewährleistet ist. Wenn jeder sich verantwortlich fühlt, gibt es keinen Grund für unnötige Diskussionen wegen schmutziger Kaffeetassen.

Der Kühlschrank – Gesundheitsrisiko für alle?

Der Kühlschrank in der Büroküche ist für alle da. Deshalb sollte jeder darauf achten, dass er nur so viel Platz nutzt, wie unbedingt notwendig. Das bedeutet, dass jeder seine Sachen, die er nicht mehr isst oder die bereits verdorben sind, entsorgt, damit sie nicht unnötig Platz wegnehmen. Wenn Essen wochenlang im Kühlschrank vor sich hingammelt und immer weiter nach hinten rutscht, haben andere Mitarbeiter keinen Platz mehr für ihr frisches Essen. Außerdem stellt das vergammelte und schimmelige Essen auch ein Gesundheitsrisiko dar; nicht selten finden sich in Bürokühlschränken deswegen neue Lebensformen. Die Verursacher wissen am Ende selbst nicht mehr, dass das Essen von ihnen war.

Eine Möglichkeit besteht darin, dass jeder sein Essen mit seinem Namen versieht. Ein großes Schild am Kühlschrank könnte dann noch darauf hinweisen, dass abgelaufene und nicht beschriftete Lebensmittel von jedem weggeworfen werden dürfen. So muss sich niemand mehr aufregen, sondern kann das Problem einfach in den Müll werfen.
Ein paar Grundregeln, die helfen, dass die Büroküche nicht zum Ärgernis wird

Erste Regel: Der Chef ist Vorbild

Wenn der Chef als Vorbild vorangeht und selbst immer sein Geschirr in die Spülmaschine räumt oder auch mal den Lappen in die Hand nimmt, um die Arbeitsfläche zu reinigen, färbt das meistens auf die Mitarbeiter ab. Wer dabei ertappt wird, sein schmutziges Geschirr achtlos einfach in der Küche zu deponieren, sollte freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen werden, dass dieses Verhalten unerwünscht ist, und zwar ohne Ansehen von Position oder Person.

Zweite Regel: Die Lebensmittel beschriften

Wenn Lebensmittel im Kühlschrank vor sich hingammeln, ist das für keinen angenehm. Hier muss jeder lernen sich um sein Essen zu kümmern. Jede Verpackung, jede Tupperdose sollte deshalb mit Namen versehen sein. Denn, wenn der Kühlschrank erst mit Keimen und Bakterien verseucht ist, fühlt sich keiner verantwortlich, ihn der nötigen Grundreinigung zu unterziehen. Niemand kann dazu verpflichtet werden, diese Arbeit zu übernehmen.

Dritte Regel: Für mehr Hygiene – Geschirr- und Handtücher strikt trennen

Für die Hygiene ist es wichtig, dass Geschirrtücher nicht als Handtücher für die Hände verwendet werden und umgekehrt. So lässt sich die Übertragung ungesunder Erreger eindämmen. Alle Tücher – ob zum Spülen, Putzen oder Abtrocknen – sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden. Damit keiner zum falschen Lappen greift, hilft eine farbliche Unterscheidung oder verschiedenfarbige Stoffe.

Vierte Regel: Geschirr darf nicht stehen bleiben

Wenn der Geschirrschrank leer ist, ist das meistens sehr ärgerlich, vor allem wenn es immer wieder passiert. Jeder sollte sich für sein schmutziges Geschirr verantwortlich fühlen und es nicht auf, sondern gleich in die Spülmaschine räumen.

Fünfte Regel: Geldbußen gegen Dreck in der Büroküche

Wenn alles nichts hilft, muss der Chef zu härteren Bandagen greifen. Wer bei einem Regelverstoß erwischt wird, zahlt einen bestimmten Betrag in die Kaffeekasse. Eine andere Möglichkeit: Querulanten zu einer Woche Küchendienst verdonnern. Weitere Tipps, die zu mehr Autorität in der Führung helfen können, hat Frank Baumann-Habersack in seinem Werk zusammengefasst.

(Redaktion)


 


 

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