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Risikoappetit der Anleger nimmt weiter zu

Nach einem erfolgreichen Börsenjahr 2012 sehen Fondsmanager den Risikoappetit der Anleger weiter ansteigen. "Die Risiken in der Welt haben sich 2012 vermindert, 2013 werden sich die Chancen vergrößern", resümiert Anja Hochberg, Leiterin Anlagestrategie der Credit Suisse. Über Kapital- und Portfolio-Entscheidungen informieren internationale Anlagestrategen derzeit bei einer Roadshow in Österreich.

Hochberg erwartet, dass sich die fundamentale Veränderung des Umfeldes für Investitionen weiter fortsetzt. Zum einen sei eine Art Sicherheitsnetz durch die "neue EZB" gespannt worden. Zum anderen agiere Europa insgesamt anpassungsfähiger. "Die Chancen für 2013 haben sich schon deutlich herausgeschält", findet Hochberg. Risikohaltige Papiere wie Aktien und auch bestimmte Rentensegmente sollten weiterhin positiv performen. "Unsere erste Empfehlung an die Anleger lautet, Aktien in Schwächephasen weiter zu kaufen."

Credit Suisse empfiehlt, den Fokus auf Europa zu behalten - trotz wirtschaftlichem Überraschungspotenzial der USA. Gleichzeitig dürfte - hier wie dort - das Tiefzinsumfeld von 2012 erhalten bleiben, was laut Hochberg langfristig Alternativen auch im Obligationenmarkt bedingt. "Wir empfehlen weiter Unternehmensanleihen und glauben, dass Trends wie das Setzen auf die Schwellenländer samt deren Anleihen und Währungen mehr zum Tragen kommen sollten." Bei Aktien rät die Experten noch auf die zyklischen Titel zu setzen.

Tatsächliche Inflation berechnen

Johannes Rogy, Vertriebsleiter CEE Nordea Investment Funds, empfiehlt bei Bonds generell eine Untergewichtung, eine Übergewichtung jedoch bei Pfandbriefen wie EM- und HY-Bonds. Für Währungen rät der Experte zur kleinen Übergewichtungen des Dollar, einer Untergewichtung des Euro, und den Yen im Auge zu behalten. "Für Pessimisten sind übrigens dänische Kronen ideal", erwähnt Rogy. Bei der Aktienquote sollte man übergewichtet in 2013 starten, Kontinentaleuropa und Skandinavien bevorzugen sowie England und die USA untergewichten.

Für Gerhard Mittelbach, CEO PEH Wertpapier AG, sind Panik und Gier stets schlechte Ratgeber bei der Geldanlage. Vielmehr böten antizyklische Investitionen höhere Gewinnpotenziale. Laut Mittelbach sollten sich Anleger auch an die Berechnung der "tatsächlichen" Inflation wagen, die seines Erachtens mittlerweile bei zehn und nicht zwei Prozent liegt. Gold und Immobilien wiederum seien nur scheinbar ein Allheilmittel, inflationsge- schützte Anleihen hingegen sehr wohl eine risikoarme Investition.

(pressetext.com)


 


 

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