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Aktienmärkte weiter im Aufwärtsimpuls

Der heutige Tag wird dominiert durch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Die Währungshüter in Frankfurt waren in den letzten Wochen – auch nach der schwer kalkulierbaren Katastrophe in Japan – nicht müde geworden, die Zinserhöhungsfantasie am Leben zu erhalten.

Alles andere als eine Erhöhung des Leitzinses der Eurozone um
25 Bp. auf 1,25 % wäre eine Überraschung. Marktteilnehmer haben die verschärfte Rhetorik der EZB in den letzten Wochen genutzt, um dies einzupreisen. Eine unmittelbare Reaktion der Finanzmärkte auf die Zinsentscheidung erwarten wir daher nicht. Vielmehr kommt es darauf an, ob EZB-Trichet auf der Pressekonferenz Fantasien in Richtung einer Serie von Zinsschritten weckt. Wir gehen zwar davon aus, dass es die Notenbanker nicht mit einem Zinsschritt bewenden lassen, Trichet könnte aber diejenigen enttäuschen die eine schnelle Abfolge von Zinserhöhungen erwarten. Eher halten wir einen moderaten Tonfall des EZB-Chefs für wahrscheinlich.
Auch in Großbritannien entscheidet heute die Notenbank über die Geldpolitik. Eine Änderung des Zinsniveaus von 0,50 % halten wir aktuell nicht für wahrscheinlich. Ebenso dürfte das Volumen für den Bestand an Staatsanleihen unverändert bleiben.

Aktienmärkte:  „Hin und Her macht Taschen leer“, so oder ähnlich lässt sich der gestrige Handelstag, zumindest bis zum Nachmittag,
 zusammenfassen. Erst am Nachmittag setzten sich die schlussendlich die „Bullen“ durch, was dem Dax schlussendlich ein Kursplus in Höhe von 0,55% einbrachte. Zuletzt fällt immer wieder auf, dass vermeintlich schlechte Nachrichten einfach ausgeblendet werden. Damit verbessert sich auch das Chartbild weiter. Mittlerweile ist dem deutschen Leitindex gelungen, sich deutlich von der wichtigen „Stellschraube“ bei 7.073 Zählern zu entfernen.

Zunehmende Bewegungsdynamik, abzulesen am steigenden Candlestick Momentum  (der ADX verharrt allerdings auf niedrigem Niveau) und neuen Impulshochs, spricht für eine grundsätzliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Ein kurzbevorstehender crossover des 21-Tage-Moving-Average mit dem 55-Tage-Moving-Average (EMA- von unten nach oben) wird das Gesamtbild weiter verbessern. Idealtypisch wäre allerdings, wenn die Umsätze im steigenden Markt zunehmen würden. Neue
Jahres- bzw. Mehrjahreshochs wurden u.a bei Grammer AG, Rational, Fresenius Medical Care, Hugo Boss, Repower Systems, Hugo Boss und BASF ausgebildet, was allgemein als prozyklisches Signal gewertet wird.

An den US-Börsen wurde die Zinserhöhung China’s wohlwollend zur Kenntnis genommen, darüber hinaus machte sich Hoffnung, auf eine gute Quartalsberichtssaison, die in Kürze (am 11.04.) beginnt, breit. Die Indikation für den heutigen Handelstag fällt etwas schwächer aus. Damit zeichnet sich ab, dass Portugals Hilfsanfrage bei der die europäischen Union kaum einen negativen Einfluss auf dem Aktienmarkt haben wird. Bis zur Verkündung der EZB-Zinsentscheidung und der anschließenden Erklärung werden sich die Marktteilnehmer bedeckt halten.

(Redaktion)


 


 

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