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POSTBANK-STUDIE

Staatsverschuldung lässt Deutsche um ihre Altersvorsorge fürchten

Mehr als jeder dritte Berufstätige befürchtet Rentenkürzungen und jeder vierte Ersparnisverluste durch stark steigende Preise - Private Vorsorge nimmt ab

37 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland befürchten, dass ihnen der Staat wegen seiner stark gestiegenen Verschuldung die Rente im Alter kürzen müssen wird. Und 28 Prozent sorgen sich, dass durch die hohe Staatsschuld stark steigende Preise ihre eigenen Ersparnisse zur Altersvorsorge entwerten.

Hinzu kommt, dass 20 Prozent aller Berufstätigen aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise bereits Kürzungen oder Kündigungen von privaten Vorsorgeverträgen vorgenommen haben.

In Ostdeutschland fragt sich mit 43 Prozent zudem bereits fast jeder zweite Berufstätige, "welche private Anlageform überhaupt noch Sinn macht."

Diese brisanten Kernergebnisse liefert die bundesweite repräsentative Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2010/2011", die seit 2003 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach im inzwischen achten Jahr in Folge erstellt wird.

Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank, legte auf der heutigen Pressekonferenz in Berlin die Fakten auf den Tisch: "Wir messen in diesem Jahr einen Rekord bei der Differenz zwischen dem, was Berufstätige für ihre Altersvorsorge selbst als nötig ansehen und dem, was sie hierzu tatsächlich investieren. Besonders in Ostdeutschland ist die Entwicklung alarmierend. Es zeigt sich, dass kurzfristige konjunkturelle Erholungsphasen das langfristige Thema Alterssicherung in Deutschland nicht wirksam beeinflussen können."

"Schock-Starre" nach Finanz- und Wirtschaftskrise verfestigt sich

Trotz zwischenzeitlicher Wirtschaftsbelebung geben heute mit 68 Prozent mehr als zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland an, dass sich ihre Einstellung zur privaten Altersvorsorge wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise geändert hat. Neben einer gewachsenen Skepsis zur Sicherheit der meisten Vorsorgeformen kommt 2010 offenkundig die Unsicherheit bei Anlageentscheidungen hinzu: Von den Berufstätigen, die eigentlich ihre Absicht zum Ausbau der Vorsorge in den kommenden Jahren erklären, haben exakt ein Viertel bestehende Vorsorgeverträge aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise gekündigt oder gekürzt. Am häufigsten sind hiervon private Renten- und Lebensversicherungen sowie privat abgeschlossene Riester-Verträge betroffen. Insgesamt geben die Berufstätigen in Deutschland auch monatlich weniger für ihre Altersvorsorge aus, als noch im vergangenen Jahr. Bei den unter 50-Jährigen beträgt das Minus im Schnitt rund 12 Prozent.


 


 

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