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POSTBANK-STUDIE

Staatsverschuldung lässt Deutsche um ihre Altersvorsorge fürchten

Gefährliche Scherenbildung zwischen Ost- und Westdeutschland

Im zwanzigsten Jahr der Wiedervereinigung ergeben sich in Ostdeutschland besorgniserregende Studienergebnisse. So haben hier die Berufstätigen ihre Vorsorgeaufwendungen um glatte 25 Prozent gegenüber 2009 gekappt, auf nunmehr im Schnitt 123 Euro monatlich. Damit werden in Westdeutschland mit 215 Euro heute exakt drei Viertel oder fast 100 Euro monatlich mehr in die private Altersvorsorge investiert. Spiegelbildlich erwarten im Osten jetzt auch nur noch 14 Prozent der Berufstätigen - jeder siebte also - im Alter keine finanziellen Sorgen zu haben. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 20 Prozent. Dagegen ist in Westdeutschland der Kreis der Berufstätigen mit dieser Erwartung von 26 Prozent auf nunmehr 30 Prozent gewachsen. Allerdings geht unter allen Berufstätigen in West- und Ostdeutschland die Zahl derer zurück, die ihre bisherige Altersvorsorge dazu als heute schon ausreichend ansehen.

Michael Meyer: "Ähnlich wie bei demografischen Entwicklungen lassen sich auch im Bereich der Altersvorsorge gefährliche Trends früh erkennen. So potenziert der Zinseszins-Effekt Versäumnisse beim Ansparen im Zeitverlauf bis zum Ruhestand. Im Osten Deutschlands ist deshalb spätestens jetzt dringender Handlungsbedarf gegeben."

Riester verliert an Ansehen und Bedeutung

Insbesondere in den Bevölkerungsgruppen, für die sich eine Riester-Förderung besonders empfiehlt, sind starke Rückgänge bei Ansehen und Bedeutung feststellbar. Bewerteten junge Berufstätige unter 30 Jahren die privat abgeschlossene Riester-Rente vor zwei Jahren noch zu 45 Prozent als "ideale Form der Alterssicherung", fiel dieser Wert 2009 auf 37 Prozent und in diesem Jahr nochmals auf 26 Prozent. Und einen Riestervertrag privat abzuschließen, planten 2008 von den jungen Berufstätigen noch 23 Prozent, 2009 waren es 13 Prozent und heute sind es nur noch 9 Prozent.


 


 

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