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Mini-Drohnen sollen bald Pakete ausliefern

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, doch der Online-Händler Amazon meint es ernst. Für die Auslieferung von kleinen Paketen über eine geringe Entfernung möchte das Unternehmen in Zukunft fliegenden Drohnen einsetzen. Das Ganze hat auch schon einen Namen: Prime Air.


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Die Testphase läuft

Auch wenn auf Youtube bereits ein Werbevideo mit einem per Drohne ausgelieferten Paket, kursiert, ist die Nachricht neu. Erst am Sonntag enthüllte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Drohnenpläne in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS. Die kleinen Drohnen, wegen ihrer acht Motoren „Oktokopter“ genannt, sollen bestellte Waren innerhalb von 30 Minuten direkt vor der Haustür der Kunden ablegen. Allerdings nur für Pakete bis zu 2,3 kg Gewicht und über Entfernungen von 16 Kilometern. Da nur 14 Prozent der Warenauslieferungen bei Amazon schwerer als 2,3 kg sind, könnte der Konzern damit zukünftig einen guten Teil seiner Pakete selbst ausliefern. Und auch gleich noch Geld für Personal und Portokosten sparen. Denn die Lieferadressen sollen die Drohnen per GPS finden.

Zur Zeit arbeitet Amazon an der Entwicklung eigener Drohnen. Mitarbeiter des Senders CBS durften bei Amazon schon die Prototypen filmen.

Einsatz erst in einigen Jahren

Die Paketzustellung mit den Drohnen klingt zwar futuristisch, ist aber nicht unrealistisch. Dennoch gibt es einige Hindernisse. Für den Einsatz der unbemannten Drohnen gibt es noch keine Regelungen der US-Luftfahrtbehörde FAA. Bis zum Jahr 2015 muss die Behörde aber ohnehin ein Regelwerk vorlegen, dass die Kommunikation, Kontrolle und Kollisionsvermeidung solcher Flugobjekte vereinheitlicht. Denn Amazon ist längst nicht das einzige Unternehmen mit solchen Plänen und der US-Kongress hat sich bereits damit beschäftigt.

Bezos geht davon aus, dass seine Drohnen erst in vier oder fünf Jahren eingesetzt werden können. Sollte die Luftfahrtbehörde allerdings bis dahin festlegen, dass die Drohnen von Menschen ferngesteuert sein müssen, würde der Lieferdienst teuer werden. Er wäre dann nur etwas für Premiumkunden mit besonders dringenden Wünschen.

(Christian Weis)


 


 

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