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Ansbach: Autozulieferer Wilisch und Sohn muss schließen

Bereits im September 2008 hatte der Ansbacher Autozulieferer Wilisch und Sohn Insolvenz beantragt. Trotz voller Auftragsbücher war das Unternehmen mit 480 Mitarbeitern nicht mehr liquide. Die Produktion hatte das Unternehmen damals weiterführen wollen. Nun steht der Hersteller von Kunststoffblenden für Autoradios und Klimaanlagen endgültig vor dem Aus. Wie das Büro des Insolvenzverwalters Joachim Exner in Nürnberg mitteilte, soll Wilisch und Sohn zum 1. September geschlossen werden.

Von der Schließung sind insgesamt 290 Angestellte und 130 Zeitarbeiter betroffen. „Ein Investor ist im letzten Moment abgesprungen“, sagte die Sprecherin des Insolvenzverwalters Marion Nobbe. Im Vorfeld hatte es mehrere Interessenten gegeben und mit einem Investor sei das Unternehmen eigentlich schon sehr weit gewesen“, so Nobbe. Die Belegschaft des Autozulieferers war am Donnerstagvormittag von der Firmenschließung informiert worden.

Ende vergangenen Jahres waren zwar noch Strukturmaßnahmen eingeleitet worden, um das im Jahr 1805 gegründete Traditionsunternehmen wieder flott zu machen, diese griffen aber nicht mehr rechtzeitig. Der Geschäftsführer von Wilisch und Sohn, Peter Weilguni, hatte bereits Mitte August 2008 von einer existenzbedrohenden Situation des Unternehmens gesprochen. Als Grund nannte er den Verlust eines millionenschweren Großauftrags. Ein Kunde, der wiederum die Autohersteller VW und Skoda beliefert, hatte angekündigt, ein „existenziell unverzichtbares Projekt“ von Wilisch und Sohn abzuziehen.


(Redaktion)


 


 

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